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Die Darstellung von Kinderspielzeug und Kinderspiel in der griechischen Kunst
Entstehung
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83 Terrakotta 166 in Athen: bekränzter Knabe, in seinen Mantel ge-hüllt, steht auf steinigem Grund, lehnt mit seinem rechten Unterarm aufeinem Pfeiler und hält mit seiner Linken einen Astragalsack 167.

Das Spiel mit den fünf Steinen, TET 168:

Wie beim Meistwurfspiel sind zu diesem Spiel zwei Spieler erforderlich,damit ein richtiges Spiel mit Gewinner und Verlierer zustande kommt,es gibt aber auch vereinzelt Darstellungen, auf denen es von einer Personallein gespielt wird. Zu diesem Spiel sind nicht unbedingt Astragale er-forderlich, sondern es konnte auch mit Würfeln, Steinchen usw. gespieltwerden. Pollux 169 beschreibt die Regeln des Spieles folgendermaßen:,, Fünf Astragale wurden aufwärts geworfen, und zwar so, daß man beimWenden der Hand den Wurf auf der Rückseite der Handfläche auffan-gen konnte oder, wenn nicht alle Knöchel dort liegen blieben, den herab-gefallenen Rest mit den Fingern aufzuheben versuchte, ohne die auf demHandrücken liegenden Astragale zu verlieren."

84* Die bekannteste Darstellung des Fünfsteinspiels findet sich aufeinem Marmorgemälde in Neapel 170; dargestellt sind fünf junge Frauen,deren Namen beigeschrieben sind: Leto, Niobe, Phoibe, Aglaie und Hi-leaira. Sie sind in zwei Reihen angeordnet, drei im Hintergrund stehend,zwei im Vordergrund kauernd. Bis auf die sich unmutig entfernen wol-lende Leto sind alle im Profil gesehen. Niobe faßt die Beleidigte anihrem linken Arm, Phoibe, die sich mit ihrer Linken auf Niobes Schulteraufstützt, streckt ihren rechten Arm nach Leto aus. Unbeteiligt vondiesem Geschehen kauern Aglaie und Hileaira einander gegenüber aufdem Boden.

Hileaira hat ihr linkes Bein vorgestellt und ihr rechtes zurückgenommen,sie beobachtet ihre vorgestreckte rechte Hand, auf der sie soeben von denfünf emporgeworfenen Knöcheln drei auf dem Handrücken auffangenkonnte, während zwei im Begriffe sind, zu Boden zu fallen, drei weitere

166 Winter II, T. 243, 2.

167 Eine Zusammenstellung derartiger Stoffsäckchen findet sich bei Hampe, DieStele aus Pharsalos, S. 14. Ein derartiges Astragalsäckchen hängt auch linksoben auf der Grabstele der Plangon, vgl. Puppen, S. 143.

168 Vgl. RE Spiele und Spielzeug, Pentelitha.

169 Poll. IX, 126.

170 Neapel, Nat. Mus., aus dem Haus des M. Caesius Blandus in Herculaneum,monochromes Gemälde auf Marmor, signiert Alexandros von Athen, allg. ins

1. Jh. v. datiert. Vgl. Helbig, Wgm. 48, Nr. 170 b; Pfuhl, MuZ II,§ 721,Abb. 629; R. Hampe, siehe Anm. 1, S. 17; J. Dörig, Tarentin. Knöchelspielerin-nen, S. 30.

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R. Schmidt

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