Linke ist nur mit den eingeschlagenen Fingern, die das Szepter halten,sichtbar. Seine Rechte ist vorgestreckt.
Ganymeds Linke umfaßt Reifen und Stab. Sein rechter Fuß ist nicht zusehen, da er von Zeus' rechtem Fuß überschnitten wird.
58 Sein Szepter bereits weggelegt hat Zeus auf einer nolanischen Am-phora 100 in London: auf diesem Vasenbild ist am stärksten die eiligeVerfolgung gezeigt: durch das Weglegen des Szepters hat Zeus nun beideArme frei, mit einer Hand erreicht er bereits Ganymed, der nackt bisauf seinen Mantel nach rechts läuft. Zeus, der ebenfalls läuft, ist nackt,bis auf seinen um beide Schultern geschlungenen Mantel.
Ganymed blickt wieder im Laufen zurück, sein Kopf ist im Profil nachlinks gesehen. Seine Frisur besteht aus gedrehten Stirn- und Schläfen-locken, die übrigen Haare sind in einem Haarbeutel zusammengehalten.Er trägt, wie Zeus, ein Band im Haar, beide haben gedrehte Stirnlocken.In seiner erhobenen Linken hält Ganymed Reifen und Stab.
Darstellungsart 3: Zeus und Ganymed stehen einander gegenüber, Zeusüberreicht Ganymed ein Geschenk.
59* Glockenförmiger Krater 101, in Wien, Links steht Zeus, in einenbordierten Mantel gehüllt, einen Stab in seiner Linken, einen Kranz imHaar. Mit der Rechten überreicht er dem ihm gegenüberstehenden nack-ten Ganymed einen Gegenstand, der wieder, wie bei der Münchner Vasemit Zeus und Ganymed, auf einen Rehschenkel gedeutet wird. GanymedsKopf und Beine sind im Profil gesehen, während sein Oberkörper etwasherausgedreht ist, und starke Angabe von Muskeln und Rippen zeigt. Erträgt in seinem zu feinen Locken frisierten Haar einen Kranz. Mit seinerRechten umfaßt er den dargebotenen Tierlauf, mit seiner abwärtsgerich-teten Linken hält er seinen Reifen, der bis zum Ende seines Oberschen-kels reicht, es ist kein Stab zu sehen.
Darstellungsart 4: Ganymed im Olymp.
60 Glockenförmige Krater, rf. 102, in Neapel: In der oberen Reihe einervielfigurigen Szene ist Ganymed, rechts von dem thronenden Zeus inhalbsitzender Stellung dargestellt. Der nackte Jüngling ist Zeus zugewen-det und faßt sogar mit seiner Rechten nach dessen Szepter. Er trägt einenKranz im kurzen Haar, in seiner Linken den gekrümmten Stab, der zudem Reifen, der schräg an seiner Seite lehnt, gehört.
100 Beazley, Attic rf. Vases in American Museums, S. 109, Fig. 68; Briseis-Maler, spätarchaische Zeit.
101 Beazley, ARV 504, 5; Kunsthistorisches Museum V 238, h= 0,325 m, Inv.IV 1102; im Katalog der Antikensammlung, Wien 1974, Nr. 287 nur als ,, Lie-besgabe", nicht als Ganymed gedeutet.
102 Beazley, ARV 1440; 1, FO: S. Agata de Goti, Beischrift:datiert ins 4. Jh. v. Chr.
ΓΑΝΥΜΗΔΗΣ
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