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dauern ließ. Im Jahr 1963 erschien ein Büchlein,das die damalige, noch fast intakte Situation do-kumentierte( 15). Auch die typischen Häuser derzimbrischen Kultur mit ihrem Kellergewölbe( Kelderoder Kannabe) im Erdgeschoß und der rauchge-schwärzten Küche im oberen Stock, die man übereine Außenstiege erreichte, sind verschwunden.An ihrer Stelle finden sich nun schmucke Häuschenmit Dachziegeln anstelle der Holzschindeln und mitaufragen den Fernsehantennen( 16).
Die" zimbrische Bauart" weicht beträchtlich vomBaustil der übrigen Lessinia ab. Hier sind dieWohnstätten sehr einfach gebaut und ihre Raum-aufteilung weist Ähnlichkeit mit Häusern andererVeroneser Gebiete auf( 17). Ganz anders ist dieSituation in den Ortschaften des unteren Tals, wodie städtebauliche Struktur durch die besserenVerkehrsverbindungen begünstigt wird. Aus die-sem Grund zeigen das früher prunkvolle Colognoladi Colli( 18), der ehemalige Sommerfrischeort dervornehmen Leute, Illasi( 19) und das wegen seinergünstigen geographischen Lage zum Verwaltungs-zentrum gewordene Tregnago( 20) verschiedensteEigentümlichkeiten, die nicht immer durch eineadäquate Entwicklung in wechselseitigem Zusam-menhang stehen. Es erfolgte nämlich die Besied-lung auf ziemlich unterschiedliche Weise und inverschiedenen Epochen. Die römische Kultur drangbis zur Mitte des Tales vor und hinterließ bis heu-te deutlich erkennbare Spuren( 21). Ihr folgtedie mittelalterliche Kultur, die sich in die beste-hende Aufteilung des Gebietes in Zenturien ein-fügte und neue Ortschaften mit zahlreichen Kir-chen entlang der gesamten Längsachse der Lessi-nia entstehen ließ( 22): oft wurden die Pfarreienzu starken Machtzentren, die ihren Einfluß imLaufe der Jahrhunderte immer weiter ausbreitetenund damit Gebiete und Strukturen, die reich anKultur waren, schufen( 23).
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Das gesamte Gebiet der Lessinia nicht nur derin der Ausstellung gezeigte Teil wurde von einerunregelmäßigen Aufeinanderfolge von Besiedlun-gen überschwemmt, deren ökologische Bedeutungin Hinsicht auf eine moderne anthropologische Be-trachtungsweise nur von wenigen erkannt wur-de( 24). Das schließt nicht aus, daß genug getanwurde, ein Gebiet und eine Volksgruppe bekanntzu machen, die in der Veroneser Gegend und inganz Venetien nahezu beispiellos dasteht( 25).Der zweite Teil der Ausstellung ist den seit Jahr-hunderten in der Lessinia praktizierten Arbeitengewidmet.