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Tälern zählt das Illasital zu den unberührtestenund besitzt auch heute noch Orte von seltenerSchönheit. Im oberen Illasital konnte sogar einTeil seiner Ursprünglichkeit wieder zurückgewon-nen werden( 8). Viele Vogelarten kehrten zumNisten dorthin zurück und auch Maulwürfe, Gem-sen und Waldhühner bevölkern wiederumauch in dezimierter Zahl- die steilen Hänge( 9).Die Landschaft bietet insgesamt alle Voraussetzun-gen für eine autarke Lebensführung, wie sie einstauch den Zimbern zu eigen war.
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Die menschlichen Ansiedlungen werden in dieserAusstellung in gebührendem Ausmaß behandelt.Oberhalb von Tregnago( zimbrisch:" Kalwain"),wo das Tal zunehmend enger wird, liegen dieOrte Badia Calavena( zimbrisch: Abato) und Selvadi Progno( Brunge), die viele Spuren aus ihrerGeschichte bewahrt haben; noch greifbarer wer-den diese in Giazza( Ljetzan), dem Zentrum derzimbrischen Sprachinsel, wo ein kleines MuseumErinnerungsgegenstände aufbewahrt.
Unsere Ausstellung widmet den Zimbern, diesemVolk deutschen Ursprungs, das sich in der Lessi-nia angesiedelt hat, nur einen geringen Raum.Prof. Maria Hornung unternimmt im Katalog einegeschichtliche Einordnung( 10). Uns bleibt nurnoch darauf hinzuweisen, wie schwierig es ist,Relikte dieser Minderheit aufzuspüren: in denAnsiedlungen, in der nunmehr fast gänzlich ver-schwundenen Architektur, in der Besonderheiteiniger pseudokünstlerischer Formen, die einenintegrierenden Bestandteil des kulturellen, volks-tümlichen Erbes darstellen. Als Beispiel sei hierder Weiler Pagani mit den kreativen Fähigkeitenseiner Bewohner angeführt( 11). Weitere Beispie-le findet man in den kleinen religiösen Kunstbau-ten wie den" edicole"( Kapellen) und den" colonet-te"( kleine Säulen)( 12), von denen originalgetreueGipsabgüsse ausgestellt sind. Über diese ist schonsehr viel geschrieben worden. Man weiß daher umihre Bedeutung, die sowohl das religiöse Empfin-den wie auch den Glauben an die magische Wir-kung, die für das Überleben der Menschen notwen-dig ist, einschließt( 13). Von echtem religiösenSinn zeugen die zahlreichen Fresken an den Häu-sern der zentralen Lessinia( 14), die in ihrer Artbeispiellos dastehen.
Eigens behandelt wird in dieser Ausstellung auchdie Architektur; sie stellte eines der bedeutend-sten Charakteristika der Kultur der Lessinia dar,bevor in den letzten zwanzig Jahren ein falschver-standener Fortschrittsglaube nur weniges über-