Doch haben Sie, verehrter Savigny, allen meinen wissen-schaftlichen Bestrebungen von jeher so viele Theilnahme erwie-sen, dass ich hoffen darf, ein Werk, dessen erste Keime einstin Ihrem Hause an unvergesslichen Abenden aus den Unterhal-tungen mit den würdigen Genossen Ihrer schöpfungsreichstenLebensjahre, mit Achim von Arnim und Meusebach, sich ent-wickelten, und zu dessen Ausarbeitung mich die vielfachen An-forderungen mancher gemeinschaftlichen Freunde später geführtaftlichen
haben, werde Ihnen, bei Ihrem umfassenden Gesichtskreiseauf dem Gebiete der Wissenschaft und besonders auf dem desdeutschen Mittelalters, nicht gleichgültig sein.
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Dass aber Ihnen, verehrter Grimm, dem Meister der deut-schen Sprachwissenschaft, dem ersten Kenner unserer Volks-dichtung, die Widmung dieses Werkes gebühre, wird Niemandbezweifeln wollen, auch der nicht weiss, dass Ihre Beschäftigungmit demselben vor bereits vierzig Jahren, später mir die unmit-telbare Veranlassung dazu dargeboten hat.
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Gerechteres Bedenken dürfte ich tragen, ob ich überall einBuch von nicht mehr innerem Gehalte, als das vorliegende,hochverehrten Freunden widmen könne. Ich habe Werke,auf welche ich einen grösseren Werth lege, abgesehen von einerzufälligen aber besonders geeigneten Ausnahme, nie mit einerZuschrift, und also auch nicht an Einen von Ihnen Beidenbegleitet, weil ich noch immer hoffte, Ihnen etwas Vollendeteresvorlegen zu können. Ich habe aber hier, gleich wie bei anderen