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Volkskunde in Österreich : Bausteine zu Geschichte, Methoden und Themenfeldern einer Ethnologia Austriaca
Entstehung
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Burkhard Pöttler

1973) und in der Alte[ n] Volksarchitektur( V. H. Pöttler 1975, 73-102).Die vorerst letzte und auch umfassendste Zusammenfassung dieser Artbietet der Österreichische Volkskundeatlas mit den Karten von IngridKretschmer und Elisabeth Tomasi und den Kommentaren von ElisabethTomasi zu Orts-, Flur- und Gehöftformen( Kretschmer/ Tomasi 1977a,1977b, 1977c). Der Kommentar zu den Gehöftformen enthält neben einerÜbersicht über konstruktive Details der Wand- und Dachbildung und derGebäude- und Raumeinheiten auch einen Überblick über die Geschichteder österreichischen Hausforschung sowie eine Diskussion des Karten-entwurfes. Eine Typologie der Gehöftformen und eine Beschreibung derregionalen Verbreitung einzelner Haus- und Gehöftformen bieten eineZusammenfassung des hauskundlichen Wissens, zeigen gleichzeitig aberauch die Problematik solcher Darstellungen, die bei aller Genauigkeitaufgrund der räumlichen Beschränkung nur einen ersten Zugang zumThema geben können. Eine Bibliographie ergänzt diese Arbeiten( Tomasi1978). Bibliographischen Zugang zur österreichischen Hausforschungbieten darüber hinaus neben den allgemeinen und volkskundlichen Bi-bliographien auch die Hauskundliche Bibliographie( Hähnel 1972ff.),die für 1961-1970 einen eigenen Band für Österreich, die Schweiz undLiechtenstein enthält, und für die ältere Zeit die Bauernhof- Bibliographie( Sommer 1944).

Einen Versuch, über die Zusammenfassung bereits geleisteter Arbeithinauszugehen und eine kritische Standortbestimmung der österreichi-schen Hausforschung durchzuführen, stellte die Österreichische Volks-kundetagung 1980 in Feldkirch dar, deren Referate 1982 veröffentlichtwurden( Beitl/ Ilg 1982). Im Rahmen der Tagung, die eine Annäherungzwischen Architekten und Volkskundlern bringen sollte, um gemeinsaman aktuellen Problemen des neuen Bauens arbeiten zu können, wurde aucheine Resolution veröffentlicht, die die Forderung nach verstärkter Zusam-menarbeit zwischen diesen beiden Gruppen stellte, in der Praxis jedochweitgehend wirkungslos blieb. Der Band selbst enthält zwar teilweiseeine problemorientierte Zustandsschilderung, über weite Teile überwiegenjedoch eine retrospektive Darstellung und eine Zusammenfassung derbisherigen Ergebnisse.

Mit der Zunahme der gefügekundlich orientierten Hausforschung stiegauch die Bedeutung einer exakten wissenschaftlichen Terminologie alsBasis für die Vergleichbarkeit sowohl von Konstruktionsdetails als auchvon Merkmalskombinationen bis hin zu den Haus- und Gehöftformen. EinProblem stellten dabei die Übernahme von regional üblichen Begriffenund die Benennung nach unterschiedlichen Konstruktionsdetails dar, wie

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