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gegnete einem zweiten Soldaten. Der sprach zu ihm: ,, Wenn du mir denKlotz gibst, so gebe ich dir eine Geldtasche und in der Geldtasche befindensich Erbsen. Öffnest du sie, so zerteilen sich die Erbsen, und so viel Militärdu haben willst, so viel kommt aus ihnen hervor¹)." Der Mann war ein-verstanden. Der eine nahm sich die Geldtasche, der andere den Holz-klotz. Als der Mann ein Stück gegangen war, stach er mit dem Stock indie Erde. Die drei Haiduken sprangen hervor und fragten, was der Herrverlange., Geht und fangt den Soldaten, prügelt ihn durch, entreißt ihmden Klotz und bringt ihn hieher." Und sie brachten ihn sofort. So hatteder Mann schon drei Dinge für den Vogel. Zu Hause angekommen, trater ins Zimmer, warf den Holzklotz weg und sagte zu seiner Frau: ,, Hierhast du für den Vogel, Frau." Da begann sie zu fluchen: ,, Geh mir zumTeufel damit, solche Klötze habe ich hier genug auf dem Hofe, du brauchstmir nicht noch Holz aus so weiter Welt herbringen. Woher du's genommen,dorthin trage es zurück." Aber als er ihr zeigte, was der Klotz bringt,war sie freudig. Der Herr jedoch zürnte seinen Mietern, weil sie ihm denVogel nicht verkaufen wollten. Er wollte sie aus seinem Hause hinaus-jagen und befahl dem Manne, zu ihm zu kommen. Der Mann aber ließihm sagen, daß dieser es ebensoweit zu ihm habe, wie er zu diesem. DerHerr wurde über die scharfe Absage wütend; er setzte sich aufs Pferdund ritt hin, um den Mann durchzuprügeln und hinauszujagen. Als erdort angekommen war, begann er den Mann zu prügeln. Der stach mitdem Stock in die Erde. Die drei Haiduken sprangen hervor und fragten:,, Was verlangt der Herr?" ,, Geht und fangt den Herrn; prügelt ihn durchund werft zuerst ihn und dann sein Pferd bis in sein Haus." Da wußteder Herr nicht, was er mit dem Manne tun sollte. Denn jedesmal, wenner ihn zu ermorden suchte, prügelte ihn der Mann durch. Da schrieb erdem König, er möchte ihm Militär senden. Der König schickte ihm einRegiment. Und der Herr begab sich mit den Soldaten zu dem Manne.Aber wenn er ein Regiment Soldaten hatte, so hatte der Mann bald zehnRegimenter. Denn er öffnete die Geldtasche und aus den Erbsen kamenzehn Regimenter hervor. Der Herr bekam Schläge und wurde vernichtet.Darauf veranstaltete der Mann ein großes Fest. Der ganze Besitz desHerrn gehörte nun ihm.
Die Rosenstadt²).
Es war einmal ein Müller, ein reicher Mann. Jeden Frühling fuhrer irgendwohin ans Meer, um Fische zu holen. Und immer kaufte er für
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1) Die Tasche, durch die man soviel Militär erlangt, wie man sich wünscht, kehrtoft in den Märchen wieder. S. Kolberg: Serya XIV, S. 114.. Meistenteils habenSchwerter diese Eigenschaft. Vgl. Kolberg: Serya VIII, S. 33. Kolberg: Serya XIV,S. 114. Vgl. auch das Märchen: ,, Von einem Soldaten, dem der Herr Jesus ein Täschchenschenkte."
2) Das Märchen stammt aus Sucha, einem Dorf im Fürstentum Teschen, und isterzählt von Malinowski in ,, Materyaly antrop.- archeol. i etnogr.", Bd. IV, Teil II,S. 73.