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kommst." Der Dumme brach nun auf, ging zurück und kam zu einemWirtshaus. Dort erzählte man ihm, daß in dem Wirtshaus zwei Männersitzen und schon lange dort trinken. Der Dumme wollte die beider Männersehen. Als er sie erblickte, erkannte er sie, denn es waren seine beidenBrüder, die vor ihm fortgegangen waren und die Birnen nicht suchten,sondern nur an Branntwein dachten und Schulden machten. Als sie nichtmehr bezahlen konnten, nahm man ihnen die Kleider vom Leibe, so daßsie nackt blieben. Der Dumme bezahlte für seine Brüder die Schuldenund befreite sie. Sie gingen nun alle zusammen. Als sie dann an einenOrt kamen, sagten die beiden Brüder einer zum anderen: ,, Weißt duwas? Der ist dumm und hat die Birnen gefunden und wir sind klug undhaben sie nicht gefunden. Wie werden wir vor dem Vater bestehen?",, Weißt du was," sagte der ältere ,,, töten wir ihn und nehmen wir ihmdie Sachen und sagen dem Vater, daß wir es gefunden haben; wir werdendann vor dem Vater mit Ehren bestehen." Und so töteten sie ihren Bruder.Als sie aber fortgegangen waren, kam der Fuchs, brachte den Dummenwieder zum Leben und sagte zu ihm: ,, Laß ab von ihnen; geh aber heimlichhinter ihnen bis nach Hause." Die beiden älteren Brüder kamen nachHause und zeigten ihrem Vater die Sachen, über die er sehr erfreut war.Da kam auch schon der Jüngste herein. Als ihn die beiden Brüder er-blickten, erschraken sie sehr, sprangen zum Fenster hinaus und schlugensich tot. Der Vater aber veranstaltete ein großes Fest.
Wie ein Fleischersohn König wurde', 2).
Es lebte einmal ein König, der eine besondere Vorliebe für schwarzeKühe hatte. Er hielt für die Kühe einen Hirten, der sie versorgte. Aufdem Weideplatz befand sich ein Bäumchen und ein Hügel. In dem Hügel
1) Das Märchen stammt aus der Gegend von Oppeln in Oberschlesien undfindet sich in einer Sammlung von Kolberg, die Udzieła herausgegeben hat in ,, Materyalyantrop.- archeol. i etnogr.", Bd. VIII, S. 198 ff.
2) Ein ganz ähnliches Märchen berichtet Kolberg aus Modlnica in Galizien. EinDiener gelangt unter Führung eines Vogels in ein verzaubertes Schloß. Drei schwarzgekleidete Nonnen, verzauberte Königstöchter, erscheinen vor ihm, geben ihm ein Pferd,ein Schwert und ein Hemd, mit deren Hilfe er das Heer eines Königs besiegen soll.Dieser König führt Krieg mit einem anderen König, dessen Tochter von dem Sohndes ersten Königs wider den Willen des Vaters geliebt wird. Nach Besiegung des Königsmit Hilfe des Schwertes und des Hemdes- beide haben dieselben Eigenschaften wiein unserem Märchen- heiratet der Diener die Königstochter. Diese jedoch ist eineZauberin und liebt ihn nicht. Sie stiehlt ihm das Schwert und das Hemd und gibt sieihrem früheren Geliebten. Dieser erobert das ganze Königreich und vertreibt denDiener, der von seinem Pferd zu den drei Nonnen zurückgetragen wird. Mit ihrerHilfe verwandelt er sich vor dem Palastfenster des Königs in einen Apfelbaum. DieKönigin läßt ihn abhauen. Eine Dienerin wirft auf die Bitte des in den Apfelbaumverwandelten Dieners einen Holzspan aufs Wasser. Der Holzspan verwandelt sich ineinen herrlichen Schwan. Der König will ihn fangen und verliert dabei das Schwertund das Hemd. S. Kolberg: Serya VIII, S. 29. Vgl. auch Kolberg: Serya III.