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Polnische Volksmärchen
Entstehung
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einem großen Walde, nirgends war ein Haus. Schließlich kam er auf einekleine Wiese. Dort stand ein Häuschen und in dem Häuschen lag einToter, den zu bestatten man kein Geld hatte. Der Dumme, welcher Geldbesaß, bat um ein Nachtlager und die Hausbewohner sagten zu ihm:,, Du könntest hier übernachten, aber du wirst hier nicht liegen wollen,denn wir haben einen Toten und besitzen nicht Geld, um ihn bestattenzu können." Er aber antwortete: ,, Wir werden schon irgendwie Ratfinden, laßt mich nur hier übernachten." Und er gab ihnen Geld, daßsie den Toten begraben konnten und noch ein wenig mehr. Als der Morgenkam, stand er zeitig auf, um weiter zu gehen. Er trat aus dem Häuschen.Da überholte ihn wieder der Fuchs und fragte, wohin er gehe. Er er-zählte ihm, was er suche und der Fuchs sprach: ,, Die Birnen, die du suchengehst, sind 300 Meilen von uns entfernt; setze dich aber auf mich undwir werden bald dort sein." Und er setzte sich auf den Fuchs und ineinem Augenblick waren sie dort. Sie kamen an einen Ort; dort sagtezu ihm der Fuchs: ,, Wenn es zwölf Uhr ist, so gehe in die Stube; darin istein Vogel in einem Käfig und die Birnen liegen unter dem Vogel; er sitztauf ihnen. Nimm den Vogel und irgend einen schlechten Käfig, lege dieBirnen und den Vogel in den Käfig und geh fort." Der Dumme schauteauf; der Vogel und die Birnen waren sehr schön. Da dachte er bei sich:Wozu soll ich einen häßlichen Käfig nehmen, da der Vogel so hübschist." Und er nahm einen schönen Käfig. Als er aber fortgehen wollte,fing ihn die Wache, nahm ihm den Vogel, prügelte ihn durch und ließ ihnlaufen. Er kam und erzählte dem Fuchs, wie es ihm ergangen war. Undder Fuchs sprach: ,, Warum hast du mir nicht gehorcht?" und fügte hinzu:, Wieder sind es 300 Meilen bis dahin, aber ich will dir noch einmal helfen."Der Dumme setzte sich wieder auf den Fuchs und wieder fuhren sie. Alssie an einen Ort kamen, sagte der Fuchs dem Dummen dieselben Worte.Und dieser schaute wieder auf und sah, daß der Vogel sehr schön sei.Da tat er wieder das gleiche. Er nahm einen schöneren Käfig, den Vogelund die Birnen; die Wachen fingen ihn von neuem, schlugen ihn undnahmen ihm alles weg. Er beklagte sich bei dem Fuchs; der jedoch sprach:,, Nun hast du mir zweimal nicht gehorcht, diesmal will ich dir aber nochhelfen. Wie du mich dreimal nicht getötet hast, so will ich auch dir dreimalhelfen. Wenn du mir aber dieses Mal nicht gehorchst, so verlasse ich dichund helfe dir nicht mehr, denn es sind noch 300 Meilen bis dahin." Alssie die 300 Meilen zurückgelegt hatten, hieß der Fuchs den Dummenan den gleichen Ort gehen, wobei er sagte: ,, Jetzt gehorche mir oder nicht."Und er ging, nahm den Vogel, die Birnen und einen häßlichen Käfig;gleichwohl wollte es ihm nicht gefallen, daß er einen so schönen Vogel ineinem so häßlichen Käfig tragen mußte, aber er dachte bei sich: ,, Jetztwill ich dir schon gehorchen", nahm alles und ging fort, ohne von denWachen bemerkt zu werden. Draußen zeigte er dem Fuchs, daß er esnun bringe; da verwandelte sich alles in Gold. Und der Fuchs sprach:,, Wenn du mir das erstemal gehorcht hättest, so könntest du jetzt schonzu Hause sein. Jetzt geh und kehre nirgends ein, bis du nach Hause

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