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Polnische Volksmärchen
Entstehung
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dich, ich verbiete es dir nicht; du alte Hexe, ich werde doch nicht deinet-wegen den Hund schlagen." Und sie bittet ihn noch einmal, dem Hünd-chen wenigstens zu drohen. Er nahm einen Zweig und drohte damit demHündchen. Das Hündchen wurde zu Stein, das Pferdchen wurde zu Stein,er wurde zu Stein.

Zu derselben Zeit vertrocknet zu Hause die zweite Eiche. Der jüngsteBruder, der zu Hause geblieben war und für den dümmsten gehaltenwurde, sagt zu seinen Eltern: ,, Eine schlechte Nachricht hört man, lieberVater und liebe Mutter, der zweite Bruder ist mir zugrunde gegangen,denn seine Eiche wird schon trocken." Er beginnt zugleich seinen Vaterund seine Mutter zu bitten, daß sie ihm erlauben, die Brüder zu suchen.Und sein Vater und seine Mutter suchen ihm auf alle mögliche Weiseabzuraten, daß er nicht in die Welt fährt seine Brüder zu suchen, damiter nicht auch zugrunde geht. Doch er antwortet: ,, Wenn ihr es mir nichterlaubt, nehme ich mir das Leben, gehe ich nicht dort zugrunde, dannkomme ich hier um; und wenn ihr mir gestattet, wird es vielleicht Gottso schicken, daß ich die Brüder finde und mir nichts Böses geschieht."Sofort nimmt er sein Pferd, gibt ihm und dem Hündchen Futter undals sie gegessen hatten, besteigt er das Pferd, nimmt sich das Hündchenmit, verabschiedet sich von seinen Eltern und fährt in die Welt seineBrüder suchen.

Er fährt und fährt, bis er zu dem Wirtshaus gelangt, wo schon diebeiden anderen waren. Er fragt den Juden, was man hier Neues höre.Und der Jude antwortet ihm: ,, Nichts Neues, nur das, was immer." Esläßt der Gastwirt den König sofort benachrichtigen, daß sein Schwieger-sohn zurückgekehrt ist.

Man holt ihn mit sechs Pferden ab und der Vater, der König, fragtihn: ,, Mein lieber Schwiegersohn, wo warst du so lange, da du so langenicht hier gewesen bist; und deine Frau weint so viel, sie dachte, du wärestschon irgendwo umgekommen," Da eilt er zu seinem Schwiegervater undbeginnt ihn um Verzeihung zu bitten: ,, Ich habe mich so dort aufgehalten,hier etwas und dort etwas."

Sie kommen nach Hause. Die Frau fragt ihn: ,, Wo warst du undwas hast du so lange getan?" Und er erwidert ihr: ,, Frau, wenn ich einmalZeit dazu habe, werde ich dir's sagen." Es nähert sich die Nacht, wiederumlegt er den Säbel zwischen sich und die Königstochter und spricht zuihr: ,, Daß du zu mir die ganze Nacht kein Wort sagst, denn wenn duetwas sagst, wird uns der Säbel zerstückeln." Und sie erwidert: ,, Du hastdoch schon während zweier Nächte den Säbel dazwischen gelegt, dabrauchst du's in der dritten nicht mehr zu tun." ,, Da ich so lange nichthier war, muß ich ihn von neuem hinlegen, bis eine Zeit kommt, da eserlaubt sein wird zu sprechen und zu tun, was man will."

So verging schon einige Zeit und es wurde ihm überdrüssig, so langezu sitzen und von den Brüdern nichts zu erfahren. Er denkt also bei sich:,, Ich muß irgendwo hinausgehen, um etwas von meinen Brüdern zu hören,denn hier zu Hause werde ich nichts erfahren." Er geht zum Vater, zu