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Drachen, mein Leben schonte ich nicht und jetzt soll ich dafür sterben.Ich will den sehen, der solche Dinge erfinden kann." Er dachte nämlich,daß der Schäfersohn schon längst in der Drachenhöhle verfault war. DerKönig aber ließ ihn sofort ergreifen und festhalten, worauf er sich mitder Prinzessin in das Gasthaus begab. Die Prinzessin glaubte, sie werdeihn wie früher als armen Wanderer wiedersehen und nun erblickte sie
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einen schönen Prinzen, den sie kaum wieder erkennen konnte. Doch alser ihr einige Worte von dem sagte, was zwischen ihnen vorgefallen war,erkannte sie ihn sofort. Der Vater fiel ihm um den Hals, küßte ihn, hießihn willkommen und führte ihn in den Palast. Jener Diener des Königserkannte ihn nicht wieder. Freude erfaßte ihn, als er einen solchen Prinzensah und nicht den Schäfersohn und sprach zu ihm: ,, Wie wagst du eszu sagen, daß du die Prinzessin von dem Drachen errettet hast, da duihn nicht einmal gesehen hast?" Der Schäfersohn entgegnete: ,, Da duden Drachen erschlagen hast, so sage mir, was an ihm fehlt." ,, Nichts",antwortete der Diener ,,, er ist ganz, denn man hat ihn zusammengenähtund nichts fehlt an ihm." ,, Ich will dir jetzt zeigen, was an ihm fehlt,"mit diesen Worten zeigte er die neun Zungenspitzen und die unterenAugenwimpern. Alle gingen zu dem ausgestopften Drachen und sahen,daß er Recht hatte. Der Diener wurde in Fesseln gelegt und ins Gefängnisgeworfen.
Nun begann erst ein Freudenfest. Die Prinzessin war fröhlich, dieAmsel sang und der ganze königliche Hof war voller Freude. Der Schäfer-sohn erzählte, wie es ihm in der Welt ergangen war. Als es Zeit war, zurTrauung zu gehen, stellte er sich an ein Fenster, nahm die Pfeife und pfiffauf ihr dreimal, nachdem er zuerst ihren Namen genannt hatte. Nachkurzer Zeit hören alle ein Brausen oben in der Luft und eine schöne Prin-zessin erschien im Fenster. Er nannte auch den Namen ihres Vaters und pfiffnach ihm. In einigen Augenblicken war auch der Vater herbeigetragen.Groß war die Freude, als beide Könige nebeneinander standen und einerdem anderen seine Erlebnisse erzählte. Hierauf begaben sie sich in dieKirche, um vom Priester die Trauung zu empfangen. Sodann feierte maneinige Wochen lang die Hochzeit, nach deren Beendigung der Vater seinemSchwiegersohn das Reich übertrug. Der Schäfersohn wurde König undwenn er noch lebt, dann regiert er glücklich, wenn nicht, dann zerfällt erwie die anderen Menschen in der Erde.
Von einem Fischer und seinen drei Söhnen¹, 2).
Es war einmal ein Fischer. Einst ging er Fische fangen, warf dieNetze aus und fing einen Fisch, der einen silbernen Schwanz und silberneKiemen hatte. Der Fisch spricht zu ihm: ,, Laß mich los und du wirst
1) Das Märchen stammt aus der Gegend von Rabka in den Beskiden und ist er-zählt von Kopernicki im ,, Zbiór wiad. do antrop. kraj.", Bd. XV, S. 10 f.
2) Vgl. die Anmerkung zu dem Märchen ,, Der Drache und die drei Königstöchter"und zum Märchen ,, Der Schäfersohn".