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andere verheiratet war, und da beide ganz gleich waren, sagte zu ihmdie Witwe: ,, Mann, Mann, wo warst du so lange?" Sie fuhren wiederumin das Städtchen. Der Mann fragte die Witwe: ,, Was ist das für ein Städt-chen?" Sie entgegnete: ,, Habe ich dir nicht gestern gesagt, daß das eineverzauberte Stadt ist?" Sie kamen wieder nach Hause, begannen Kartenzu spielen und der Mann brachte wiederum Wasser und Rum und fragtedie Königstochter: ,, Was willst du, das rote oder das weiße?" Sie ant-wortete: ,, Das rote," berauschte sich und ging schlafen. Der Mann nahmdas Pferd und den Hund und machte sich auf, den Bruder zu suchen.Er gelangte in das Städtchen, erkannte seinen Bruder, das Pferd undden Hund und dachte nach, wie er ihn erlösen könnte. Er kam an dasTor. Dort saß die Frau und das Pferd und der Hund knurrten sie an.Sie sagte zu ihm: ,, Nimm diesen Stock und schlage damit das Pferd undden Hund." Er nahm ihn, stürzte die Frau vom Tore herunter, schlugsie tot und ritt hinter das Tor.
Er gelangte zum König. Die Königstöchter sprachen zu ihm: ,, 1,, Haltees hier eine Nacht aus; es wird ein Pole zu dir kommen; das wird derTeufel sein; wenn er dich auch stößt und schlägt, so sage nichts." Amfolgenden Tage stand er auf. Die Königstöchter wuschen ihn, kämmtenihn und sprachen: ,, Halte es noch diese Nacht aus; es wird ein Herr zudir kommen; das wird auch der Teufel sein." Der Teufel kommt zu ihm,schüttelt und schlägt ihn, aber er sagt nichts und steht wieder auf. DieKönigstöchter wuschen und kämmten ihn. Alle waren schon halb lebend,halb noch versteinert. Die Königstöchter sprachen zu ihm: ,, Halte nochdiese Nacht aus und du wirst alle Menschen erlösen. Jetzt wird ein Priesterzu dir kommen, aber auch das wird der Teufel sein. Sage nichts, wenner dich auch schüttelt und schlägt." Der Teufel schlägt und schütteltihn. Er ruft aus: ,, Jesus, Maria!" Der Teufel lief davon und alle Menschenwaren erlöst.
Die goldene Ente¹).
Es lebte einst ein Müller. Der hatte die Mühle eines Herrn in Pacht.Doch nur sehr wenige Leute brachten ihm Getreide zum Mahlen. Darumkonnte der Müller nicht einmal für seinen Lebensunterhalt genügendverdienen und war gar nicht im stande, dem Herrn den jährlichen Pacht-zins zu zahlen.
Es herrschte also im Hause des Müllers eine solche Not, daß man sienicht einmal mit der Axt hätte totschlagen können. Der liebe Gott schenktedem Müller eine Tochter, welche Marysia( Marie) hieß. Sie war zwölfJahre alt. Der Vater nahm sie schon öfter zum Fischfang mit und unter-richtete sie, wie sie Fische fangen sollte.
1) Das Märchen stammt aus Przebieczany, einem Dorf im Kreise Wieliczka, undist entnommen den ,, Materyaly antropol.- archeol. i etnogr.", Bd. I, S. 85.