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Kreis zusammen und wärmte sich in der Sonne. Sobald sich ein Diebnäherte, begann sie so sehr zu lärmen, zu schreien und zu zischen, daßder Hund und der Kater aus der Hütte herausstürzten und der erschrockeneDieb weglaufen mußte. Dafür liebte auch Jaś die Schlange sehr und nahmsie oft mit sich ins Bett.
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Die Schlange jedoch war immer über irgend etwas sehr traurig. Dafragte sie einmal Jaś: ,, Warum bist du traurig, mein Liebchen?" Unddie Schlange antwortete: ,, Mein lieber Jaś, ich weiß, daß du mir nur Guteswünschest; deshalb will ich dir sagen; wer ich bin. Ich bin der Sohneines Königs. Ich war der einzige Sohn und es ging mir bei meinem Vatergut. Alle Schlangen von Polen und Rußland müssen meinem Vater ge-horchen. Er trägt auf dem Haupte eine kostbare Krone von lauter Bril-lanten; sie scheint heller wie die Sonne, daher man ihn von weitem er-kennen kann. Wer diese Krone besitzt, kann alles erhalten, was er sichwünscht. Mein Vater wohnt in den großen Wäldern und Sümpfen vonPińczuk, und es ist schwer, zu ihm zu gelangen. Zwar kenne ich den Wegnach Hause, habe aber nicht die Kraft so weit zu gehen." ,, Auf welcheWeise bist du hieher gekommen?" fragt sie Jaś. ,, Einmal bin ich hinaus-geschlichen, um mit meinen Kameraden auf der Wiese zu spielen; dakam ein Storch herbeigeflogen, alle meine Kameraden stoben in großerFurcht auseinander, der Storch ergriff mich und brachte mich hieher weitnach Süden. Ich glitt ihm aus und fiel in Schilf. Vergebens suchte michder Storch bis zum Abend. So saß ich dort einige Tage, ohne etwas zuessen, und wenn du nicht gekommen wärest, wäre ich vor Hunger ge-storben. Ich bitte dich, lieber Jaś,- ich sehe, daß du arm bist und möchtedir ein wenig helfen trage mich zum Vater und fordere von ihm dieKrone, die er auf dem Haupte trägt. Mein Vater wird sie dir sicherlichgeben und du wirst von nun an glücklich sein."
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Ohne sich lange zu bedenken, machte sich Jaś auf den Weg. Erwanderte einige Tage, immer nach Norden. Da gelangte er in solcheSümpfe und Wälder, daß es ihm schier unmöglich schien, wieder heraus-zukommen. Aber die Schlange steckte ihr Köpfchen hervor und zeigteihm den Weg. Auf einmal sah sich Jaś von Tausenden von Schlangenumgeben, die sich grimmig auf ihn stürzen wollten, um ihn zu zerreißen,weil er es wagte, ihren Frieden zu stören und die Grenzen ihres Auf-enthaltsortes zu überschreiten. Aber die Schlange des Jaś streckte ihrKöpfchen hervor und zischte ihnen etwas zu. Alle Schlangen schlichenmit Hochachtung auseinander und zeigten Jaś den Weg bis zum Palastdes Königs. Der Palast war von Brillanten. Der König lag auf demGange und wärmte sich in der Sonne. Leicht war er zu erkennen, dennseine Krone leuchtete wie die Sonne.
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Verwundert bei dem Anblick eines Unbekannten, fragte der König:, Was will hier dieser Mensch?" Jaś antwortete: ,, Ich bringe dir einenSohn, den ich vom Tode errettet habe; ich übergebe dir ihn, wenn dumir deine Krone schenkst!" Der König war sehr erfreut, als er seineneinzigen Sohn unter dem Arme des Jaś erblickte. Er sprach jedoch zu
Zeitschrift für österr. Volkskunde. XXIV. Ergänzungsband XIII.
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