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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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- Nach

wie die Körner in der Wurzel, wie das Getreide in der Aehre". Bewirtet wirder mit heißem Schnaps, ein Wergbündel wird ihm um den Kopf gebunden 1.In der Valjevska Kolubara wirft der bestellte P. Getreidekörneraus dem Handschuh. In Ermangelung eines P. wird ein Ochs oder sonstigesStück Vieh hereingeführt und mit Salz und Brosamen gefüttert 3.Milićević hängt die Hausfrau in der Šumadija dem P. beim Weggehenein Wergbündel um den Hals, an welches ein Ringkuchen angebunden ist.Der Hausvater steckt ihm eine Münze in den Kuchen 3.- Das Wegziehendes Stuhls übt man in Stari Vlah, um das Gedeihen der Bienen günstigzu beeinflussen. Sie ziehen ihm auch den rechten Opanken aus und hängenihn an den Hausbalken, damit der Hanf so hoch wachse*. Einen ähnlichenmagischen Zweck verfolgt der P. um Užice, wenn er das mitgebrachteWergbündel an den Hausbalken hängt mit den Worten:" So hoch soll Dirder Hanf wachsen!" 5.

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In der Crna Gora sind auch die Bräuche mit dem P. noch sehrgut erhalten. Nach Vuk legt er eine Münze in die Asche, nachdem er dieseunter einem Segen geschürt hat, in Risan legt er das Geldstück auf denBadnjak. Ebenda kommt er am Nachmittag mit einem vollen Krug Weinwieder, den man leert und ihm beim Heimgehen wieder füllt 6.Kolašin legt er den mitgebrachten Kuchen polažnjak auf den Badnjak 7.

Um

Bei den Vasojevići legt er auf das herausragende Badnjakendeeine Münze oder hängt ein Tüchlein voll Lebensmittel daran. Das Feuerschürt er mit zwei vor der Tür bereitgestellten Holzscheiten und sprichtden Segen: Soviel männliche Köpfe, Gesundheit, Geld, Schafe, Ziegen,Rinder, Pferde, Bienen und allen andern Segen der Erde". Die Hausmutterführt ihn in die Stube, breitet ihm eine Decke über die Schultern, kämmtihm die Haare und setzt ihm die Mütze auf. Dann bewillkommt ihn derHausvater, indem er ihm aus einer Rakijaflasche zutrinkt: Hilf Gott undder morgige Morgen, gesund sollst du bleiben! Schön willkommen undGlück sollst du uns bringen!" Der P. ergreift die dargebotene Flasche,nimmt die Mütze ab, bekreuzt sich und spricht: Pomoz Bože i sveti Božiću!U čiji smo dom, pomogao ga Bog, sve mu u kući pjevalo i veselilo se, a okokuće bujalo i gjikalo. Bog mu dao sve što zaželeo a po najprije svijetao obrazmegj ljudima; zdrav si!" d. h. Hilf Gott und heiliger Božić! Helfe Gottdem, in dessen Haus wir sind; im Hause möge alles singen und froh sein,um das Haus herum möge alles üppig in die Höhe wachsen. Gott gebe ihmalles, was er wünscht und vor allem Ansehen( wörtl. ein lichtes Antlitz")unter den Männern; auf Dein Wohl!" Welch hohe Bedeutung dem P. hierzukommt, ersieht man daraus: Auch wenn Blutrache zwischen zwei Häusernherrscht, muß man den Feind, wenn er als P. kommt, aufnehmen, küssenund bewirten. Damit sind die Versöhnungsverhandlungen zur Beilegung derBlutrache ermöglicht 8. Ueber den Ochsen als P. siehe unten.- In derMorača geht der erste Besucher am 25. Dez. mit dem vor dem Hauslehnenden Eichenholz hinein und wechselt nach dem üblichen Gruß mit allenden W.- Kuß. Er setzt sich nieder auf eine Decke über dem Stroh. Man brätihm eine Schweinswurst am Spieß. In der Riječka nahija gibt es

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keinen eigenen P., sondern der erste Besucher schürt das Feuer⁹.

1 SEZb 19, 77.- 2 Škarić, Hs. 43.3 Mil. ŽSS 174, P. 33. Mil.ŽSS 173, P. 28. 5 ib. 169, P. 11.- 6. Vuk, C. G. 105.- 7 Univ.- Assist.

Vlahović, m.- 8 Jelić,§ 28. 9 SEZb 15, 744.