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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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und schürt das Feuer unter dem üblichen Segen. Dem Badnjak opfert erein Geldstück, das der Hausvater später dem Meister schenkt, der ihm vordem Ackern die Pflugschar schärft. Sie bedecken den P. mit einer Decke odereinem Sack, damit auch das Haus von allem Guten bedeckt werde: zaogréuga, da se dom zaogrne svakim dobrom. Wenn er mit dem Hausvater bei derMahlzeit den Kuchen bricht, wird geschossen. Dieser spricht eine Zdravicazu Ehren seines Gastes und eine za omlagjije, für die Jugend"( Vermehrung).Es gilt als gutes Omen für die Fruchtbarkeit des neuen Jahres, wenn derP. soviel iẞt und trinkt, daß er erbrechen muß: genau so wird das Hausund alle Behälter vom Segen überströmen. Außer Strümpfen schenkt manihm einen besonderen Kuchen mit eingesteckten Münzen, der mit einemWergbündel umwickelt ist.

Ebenfalls ein Kind, welches baščija sein muß, ruft man in derKruševačka Župa, als P.; es setzt sich gleich neben das Feuer, wirdmit einer Decke bedeckt und muß mit einem Zweig der Badnjačica dasFeuer schüren. Damit die Hühner viel Eier legen, ziehen sie ihm den rechtenOpanken aus und streuen Asche hinein 2.

Ein Viertel des Badnjaks läßt man in der KragujevačkaJasenica vor der Tür, damit der bestellte P. damit eintritt und dasFeuer schürt. Aus dem ringförmig hingelegten Strick vom W.- Stroh fütterter die Hühner, von denen er eine fängt und schlachtet 3. Den geschenktenKuchen iẞt er am Krstov- dan. Wenn hier wider Erwarten kein P.kommt, dann geht der Hausvater in ein Nachbarhaus, nimmt irgend einKind auf den Rücken und trägt es als P. in sein Haus und später wiederzurück. Ist aber auch ein solcher P. nicht zu haben, dann sieht man denals solchen an, der binnen acht Tagen zuerst das Haus betritt 5.

Ls. Gruža: Der P. kommt am Morgen mit einer Handvoll Getreide,bewirft damit die Bewohner unter dem üblichen Gruß und schürt mit denneben der Tür für ihn vorbereiteten Spaltstücken das Feuer. Während ersich setzt( Stuhlwegziehen, Wolldecke) zieht ihm ein Mädchen den rechtenOpanken aus, dessen Riemen die Hausmutter auf die Querstange über demHerd hängt, damit der Flachs so hoch wachse. Dann bringt ihm die Haus-mutter einen Hahn, den er auf der Schwelle schlachtet, und der am Spießgebraten und beim Mittagessen gegessen wird. Die Füße schneidet man abund läßt sie am Spieß, den man als Abwehrmittel gegen den Geier nebendem Hühnerstall anbringt. Der P. wird bewirtet und bleibt zum Mittagessen.Am 1. Jänner kommt er als Gast wieder und erhält beim WeggehenGeschenke: einen Ringkuchen, eine Schweinsschulter und ein Wergbündel.Im Dorf Dragobraća führen sie, wenn der P. in die Kuća eintritt, durch denzweiten Eingang gleichzeitig den rechten Zugochsen herein, und der Führerspricht für ihn den Gruß. Man bestreut den Ochsen mit Getreide und stecktihm einen Ringkuchen auf das rechte Horn. Die eine Hälfte frißt er, einViertel die übrigen Haustiere, ein Viertel steckt man ins Saatgut.

Eine interessante Abart des Segens ist in der Ls. Om olj üblich:die Hausmutter bewirft den P. mit Getreidekörnern, welche dieser haschtund spricht: Patili se pilići, gučići, éurići, pačići kao zrna u korenu, kao žitou klasu!, Vermehren sollen sich Hühnchen, Gänschen, Truthühnchen, Entlein,

1 ib. 7, 125 ff.- 2 Matić, Hs. 85.

3 SEZb 22 II 92.

4 ib. 93.-

5 ib. 94. 6 Eig. Erh.