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fang wirft, welche die Mädchen und Knaben mit ihren Schürzen und Hütenaufzufangen trachten. Diese Nüsse werden sonach von dem Werfendengesammelt, bis zum nächsten Tag aufbewahrt, vor Tagesanbruch in demMörser gestoßen, und diese Masse wird am W.- Tag mit Salz und Kleiengemischt und den Schafen gegeben. Auf dem Tische bleiben alle Fasten-speisen, so: der Fisch, der Honigbranntwein( medljanika, medljana rakija),Obst, Nüsse, Honig etc. bis zum nächsten Tag stehen" 1.
Syrmien: Am W.- Abend schneidet der Hausvater den Hausapfel,domaća jabuka, kreuzweise, aber nicht ganz durch, sondern nur so, daß ernoch beisammen bleibt. Ist er wurmig, dann wird er oder die Hausmutterim neuen Jahr erkranken; hat er einen Kern durchschnitten, so wird dasHaus nicht viel Glück haben. Erst zu Neujahr wird dieser Apfel verteiltund gegessen. Vielfach verwendet ihn ein Mädchen im Liebesorakel: siebeißt ein Stück ab und stellt sich vor die Haustür; aus dem Beruf des erstenVorübergehenden schließt sie auf den Beruf ihres Zukünftigen. Wenn amW.- Abend die Gläser gefüllt worden sind, füllt man noch ein Glas, legt einStückchen Brot daneben und widmet beides den Toten. Früh schautman, ob die Toten gegessen und getrunken haben. Nach dem Abend-essen wirft der Vater oder die Mutter unter" Kwokwo"-Rufen Nüsse, welchedie Kinder haschen und dabei„ piu, piu" schreien. Jäger legen auch etwasPulver auf den W.- Tisch, das sie am 5. Jänn. abends zugleich mit Kreide,Weihrauch und Salz in der Kirche weihen lassen. Mit solchem Pulver kannman nicht fehlen; man erzählt dort von einem Jäger, der sogar Stern-schnuppen zerschossen hat. Nach Vuk trinkt man in der Srem und Bačkavor dem Essen varenik, heißen Wein mit Honig und Pfeffer" 3.
Nach Rajacsich bereitet die Hausfrau zum Abendmahl gewöhnlicheine Suppe mit weißen Fisolen, ein Sauerkraut mit Reis und ein Gerichtvon Stangen- Fisolen, papula genannt. Auf dem Tisch liegt Stroh, darauf einweißes Tischtuch, dann werden Kuchen und Speisen aufgetragen; ein Jünglingstellt unter einem W.- Gruß mit angezogenen Handschuhen eine in dreiArme geteilte Wachskerze auf den Tisch. Der Hausherr verteilt Aepfel undNüsse, von letzteren wirft er auch in die vier Ecken. Hierauf bringt er einenTrinkspruch aus und gibt das mit Branntwein gefüllte Gläschen nach rechtsweiter. Mit einem Trinkspruch und anschließendem Umtrunk aus einer Wein-flasche wird am nächsten Tag das Mittagmahl eingeleitet.
In Slawonien ist der W.- Tisch sehr reich gedeckt. Außer demFestkuchen sieht man einen Topf mit allen Getreidearten, Käse, Honig,frische und gedörrte Fische, gekochte und ungekochte Bohnen, frisches undgedörrtes Obst, Nüsse und von Getränken Wein, Schnaps, Šerbet, Mostund Milch 5.
Um Varoš liegt unter dem Tischtuch Stroh, unter dem TischPferdegeschirr und Stricke, damit angeblich das Vieh beisammen bleibt.Beim Auftragen der Suppe( am Abend) beten sie: Bože pomozi, da i višegodina dočekamo Boga i Božića i u punu i u situ"," Hilf, Gott, daß wir nochviele Jahre Gott und Gottessohn in Hülle und Fülle erwarten". Außer Suppegibt es Bohnen, Fisch Strudel( gesäuerter Teig), Rosinen, Aepfel, Nüsse,Wein und Schnaps. Die Lampe brennt die ganze Nacht. Die Abfälle hebtman bis Ostern auf, wo man sie zugleich mit den vom Fastensonntag1 Rajacsich, 119.2 Štrodl, 464 ff. 3 Vuk, Rj. s. v. varenik.Rajacsich, 123.- 5 Stojanović, 37 ff.