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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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kennt man die Anekdote von dem Bauern, dessen Nuß leer war und derdann rief: Bog und Božić, höret nicht, was ein Hund bellt!" 1

Um Trebinje genießt man nach der Rückkehr vom Gottesdienst aufnüchternen Magen schwarzen Kaffee und Rakija.

Zu Beginn des Festessens, dessen Hauptgericht der Festbraten unddie Festkuchen bilden, nimmt der Hausvater den ersten Bissen und zwarvom Fett des Bratens auf einer Pflugschar, die Frauen auf einer Sichel.

Wer sich mit seinen Feinden nicht ausgesöhnt und die Zeremoniedes Mirbožanje( s.§ 37) nicht mitgemacht hat, darf an dem Festmahl nichtteilnehmen. Der W.- Tisch weist außer dem Getreidegefäß und den Kerzenein Glas Wein und einen Epheuzweig auf 2.

Bosnien: Die Serben trinken beim Abendessen u slavu, währenddie Katholiken das nicht tun 3. Nächsten Tag früh nach dem Morgengebetund dem Mirbožanje( s.§ 37) gibt der Hausvater jedem etwas von derAnaphora, nafora, dann ist noch jeder ein Stückchen Labmagen, sirište, undKäse 4.- Wenn sie dann zwischen den Badnjakbränden hindurchschreiten,nimmt jeder einen Löffel voll Kraut aus dem česni lonac ,, Glückstopf".Sobald sie aus dem Herdraum in die Stube zurückgekehrt sind, setzen siesich zur vollen Tafel und zwar ausnahmsweise in gemischter Reihe, dennsonst essen die Frauen immer getrennt an der unteren Tafel oder imHerdraum. Der Hausvater schüttet sich ein Glas Rakija ein und bringt dreiTrinksprüche aus; nach dem ersten wird die Česnica gebrochen( s.§ 33),beim dritten wird auch die Slava gesungen. Außer der Česnica iẞt manKäse, Cicvara, gebratenes Schöpsen- und Ziegenfleisch, sutlija Milchreis",gesalzenen Rahm und saure Milch. Von letzterer muß einer einen Löffelvoll auf den Hausbalken spritzen, damit recht viel weiße Lämmer undscheckige Kälber zur Welt kommen 5. Die Zungenspitze und das Hirndes Bratentieres muß der Hausvater essen, damit er beredt und gescheitist. In der Bos. Krajina( Ort Osreci) grüßen die Hausleute am 25. Dez.bei Sonnenaufgang ihren Hausvater: ,, Dobro jutro na dobro nam Božićosvanuo"," Guten Morgen zum Heile möge uns der B. anbrechen". DerHausvater schenkt jedem ein Gläschen Rakija ein, wofür sie ihm die Handküssen. Beim Mittagessen bringt er eine Zdravica auf das Wohl allerFamilienglieder aus, die dann ihr Glas leeren. Nach dem Abendessenwirft die Hausmutter in Sarajevo Nüsse, Aepfel, Pflaumen usw., wobei siewie eine Henne gluckst, die Kinder sammeln die Früchte und piepen wieKüchlein. Um Visoko essen sie zu Beginn des Mittagessens alle der Reihenach mit einem Löffel, polagaju se kašikom 10. Die Katholiken um Jajceessen am W.- Abend Gibanica, gefüllt mit Honig und gestoßenen Nüssen,Fische und Krebse. Um Mitternacht trinkt man Wasser, das sich um dieseZeit in Wein verwandeln soll. Auf dem Heimweg von der Christmette breitensie auch über den Schnee eine Decke aus und essen ein wenig. Der Tischwird nach jeder Mahlzeit abgeräumt, während ihn die dortigen Serben stehenlassen, auch beten die Katholiken kein Slavagebet 11.

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Banat: Nach dem Hereintragen des Badnjaks bringt ein Alter desHauses viele Nüsse mit, um diesen versammeln sich alle, worauf er mitihnen in die Küche geht und die Nüsse so hoch als möglich in den Rauch-1ib. 72.2 WMBH IV 452 ff. 3 Gl. SUD. XII 237. 4 ib. 242.5 ib. 243.- 6 ib. 254. 7 Bos. Vila( 1893), 384.$ ib. 385. 9 WMBH

IV 455;

10 Univ. Assistent Filipović, m.- 11 Frater Matijašević und PopPećo, beide in Jajce( 1912).