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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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Oben wird sie an drei Stellen mit dem Brotstempel, slovo, und verschiedenenTeigbildungen verziert und mit einem Sträußchen Basilienkraut geschmückt.Wenn der Teig aufgegangen ist, wird der Kuchen unter dem Backdeckel,crepulja, gebacken und nachher von der Asche gereinigt.

Zu Beginn des Mittagessens zündet der Hausvater die Kerze an,räuchert den Tisch, schneidet die Česnica kreuzweise und bricht sie mit demältesten Sohn. Jeder Hausgenosse erhält ein Stück und schließt aus demdarin gefundenen Symbol, auf welchem Gebiet er im nächsten Jahre Glückhaben wird, ob mit Mais, Lein, Ochsen, Schweinen usw.; wer die Münzevorfindet, hat Aussicht auf die Würde des Hausvaters.

Um Boljevac¹ wird sie aus Maismehl, projino brašno, gebackenund erhält sehr sinnige Symbole: einen Splitter vom Kornelkirschbaum,cornus mascula 2,( Gesundheit), einen Splitter der čatma ,, Flechtwerk derHauswände( Hausvater), einen Splitter vom Ochsenjoch( Glück mit Ochsen),einen Splitter vom Bienenkorb( Glück mit Bienen), eine weiße Fisole( Schafe), eine schwarze Fisole( Ziegen), einen Kürbiskern( Schweine), einMaiskorn( Getreidesegen).

Die beim Sieben zurückbleibende Kleie hebt man auf, um sie durchvierzig Tage nach einer Geburt jeden Abend um die Wöchnerin und dasKind zu streuen; dabei räuchert man mit Schwefel, Pech und Fetzen gegendie Babice 3.

Aehnliche Symbole werden aus der Ls. Resava berichtet. Außereiner Münze, einem Jochsplitter, einem Kürbiskern, einem Maiskorn, einemHauswand splitter finden wir hier: ein Stückchen Weinrebe( Weingarten),einige Hanffasern( Hanfernte), etwas Wolle( Schafe), ein Gerstenkorn( Pferde), eine Bohne( Geflügel), ein Stückchen Pflaume( Pflaumengarten) undeinen Splitter vom Badnjak. Die Bedeutung des letzteren ist in dem Berichtnicht angegeben, doch bedeutet er wahrscheinlich sowie in Krivi Vir beiParaćin 4 die Freude und Fröhlichkeit, was ja zu seinem Namen veseljaksehr gut paẞt.

Ueber die Česnica in der Ls. Gruža, Dorf Dragobraća, kann ich alsAugenzeuge berichten: Die Hausmutter macht aus fein gesiebtem Weizen-mehl( die verbleibende Kleie vermischt man mit dem Blut des W.- Schweinsund gibt davon allen Haustieren zu fressen) und vor Sonnenaufgang geholtemQuellwasser den Teig an( ungesäuert), dem die vom Hausvater aus einemKornelkirschenzweig geschnitzten Tiersymbole und eine Silbermünze bei-gemengt werden. Diese Symbole sind etwa 1 cm lang und deuten diecharakteristischen Eigenschaften der Tiere sehr sinnig an. Das Pferd wirddadurch angedeutet, daß man das eine Ende eines Zweigstückleins hufförmigzuschneidet; der Ochs: ein Stück mit zwei Hörnern, hergestellt aus deiZweiggabel; die Ziege: genau so, nur wird ein Horn abgeschnitten; dasSchaf: weiß( die Rinde wird abgeschält); die Gans: weiß, mit einem Schnabel;der Enterich: Schnabel und ein die Schwanzfeder andeutender Einschnitt;der Truthahn: ein keilförmiger Einschnitt in die Schnittfläche, so daß dieLäppchen angedeutet werden; die Henne: ein flaches Stück mit Belassungder Rinde an einer Schmalseite; die Biene: mit einem eingekerbten Ringleinin der Mitte.

1 ib. 14, 91.- 2 Vuk, Rj. s. v. drijen.

3 SEZb 14, 116.

4 Dir.

Sega, m.