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tag 1. Am ersten Weihnachtstag iẞt man mit Vorliebe als erste Speise etwas vomWeihnachtsbraten 2. Der Hausvater muß die Zungenspitze und etwas Hirnessen, damit er eine scharfe Zunge und einen scharfen Verstand habe 3.Die magische Kraft wirkt auch noch in den Knochen 4, ja sogar imBratspieß fort, weshalb beide vielfach zu zauberischen Handlungen ver-wendet werden.
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links; dann küssen alle den Braten nach alter Sitte und sprechen: Mir božiji,Hristos se rodi ,,, Friede Gottes, Christus ist geboren"; Pamučina 74( Herze-gowina): der Kopf wird abgeschnitten und bleibt drei Tage in einem Gefäßauf dem Tisch stehen, jene Orange steckt man ihm ins Maul. Zs. KaragjićI 214( Miljkovac): den Kopf hebt man auf bis 1. Jänn., damit sich dieSchweine vermehren. Škarić, Valj. Kolubara, Hs. S. 42: zwei Männertragen den Spieß mit dem gebratenen Schwein am W.- Abend in die Kuća.Der erste streut aus seiner Torba Körner und ruft: Hristos se rodi! DerHausvater bestreut sie ebenfalls mit Getreide und antwortet: Vaistinu serodi.( Am Rande dieser handschriftlichen Arbeit ist die Frage Prof. T.Gjorgjević vermerkt, ob man wirklich schon am 24. Dez. so grüße. Antwortdes Verfassers: Außer diesem Gruß sagen sie in einigen Häusern auch:Dobro veče, čestit sveti Božić! Antwort: Bog ti pomogo, čestit sveti Božić!).Der Braten wird dann an die Ostwand gelehnt. 1 Beim Teilen erhält jenerHirt den Schwanz, der das betreffende Tier gehütet hat. SEZb 14, 93( Boljevac): man schneidet zuerst die rechte Schulter ab, der Kopf wirdaufgehoben für Neujahr; Gl. SUD. XII 245( Bosnien): Kopf und Hals bekommtder Hirt mit, der nach dem Essen in die Berge muß.
J. Jovanović in der Beilage der Zastava vom 6. Jänn. 1923( Slawonien).2 SEZb 7, 113( Levač und Temnič): besonders die Kinder achten darauf, damit sierasch wachsen und gesund bleiben wie die Schweinchen; man läßt immerein Mädchen zuerst davon essen, damit im nächsten Jahr mehr weiblicheals männliche Schafe zur Welt kommen. 3 Petranović im Gl. SUD. XII 254( Bosnien).* SEZb 19, 78( Omolj): nach der Hauptmahlzeit geht derHausvater mit dem rechten Schulterknochen, lopatica, hinaus, klopft damitan jeden Bienenkorb dreimal, an den ältesten siebenmal und läßt ihn aufdiesem liegen; dann holt er das linke Schulterblatt, klopft damit an jedenPflaumenbaum dreimal, an den größten siebenmal und läßt es auf dessenAstgabel zurück; wer keine Bienen hat, läßt beide Knochen auf dem Baum.Fallen sie vor Sv. Jovan( 7. Jänn.) zur Erde, so wird das Obst vorzeitigabfallen, wenn nicht, dann wird es sich halten. Vuk, Rj. s. v. Božić: mancheschlagen mit dem Horn des geschlachteten Tieres( Hammel) an die Wurzelnder unfruchtbaren Obstbäume und sprechen dabei: ,, Ja tebe rogom, a ti menerodom" ,,, Ich schlage dich mit dem Horn, du mich mit der Frucht!" Strodl,464 ff.( Syrmien): die Knochen der Füße hängen sie an die Obstbäume.5 ib. 7, 298( Kosovo): nach dem Abnehmen des Bratens geht ein Burschemit dem Spieß dreimal um das Haus und leckt ihn ab, da ga srce neboli,, damit ihm das Herz( volkstümlich oft für Bauch) nicht wehtut". Vieleschlagen damit die Frau, damit ihr Kindersegen zuteil werde; Vuk, C. Gora,107( Risan): wenn der Braten vom Spieß genommen wird, treibt der Vatermit letzterem die Töchter aus dem Haus: ,, Bježi zlo iz kuće" ,,, Lauf, Uebel,aus dem Haus". Man glaubt, daß sie dann bald heiraten. Aehnliches berichtetVrčević, 31. Pamučina, 75( Herz.): damit die Hühner nicht die Eier in fremdeHäuser tragen, schlägt derjenige, der den Braten abgenommen hat, mit demSpieß auf den Herdstein und fragt:„, Mutter, wohin legen deine Hühner dieEier?" Sie antwortet: ,, Ueber dem Feuer auf dem Balken." Das wiederholensie dreimal; In Syrmien sticht man mit dem Bratspieß das Vieh, damit esder Wolf nicht beißt( Mitt. Fr. Kat. Bogdanović, Belgrad). Begović, S. Gran.240( Mladionci): um den Bräutigam bei der Hochzeit zu verhexen, nehmeman den Spieß vom Weihnachtsbraten, zähle damit alle Hochzeiter, zuletztden Bräutigam, dann stoße man den Spieß in die Erde. Solange er so steckt,ist der Bursche verhext( geschlechtlicher Hinderungszauber); SEZb 16, 138( Lužnica- und Nišavatal): den Spieß steckt man ins Getreidefeld, damit dasGetreide so hoch wachse; manche stecken ihn in den Garten, um die Maul-