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Doch auch an blutigen Opfern fehlt es nicht. In der Lika schlachtetman Gänse und Truthühner auf dem B., damit er blutig wird ¹;auch umRijeka schlachtet man einen Hahn auf ihm 2.
Daß man die Opfergaben nach dem Grundsatz ,, do, ut des" spendet,geht aus den Trinksprüchen an den B. hervor: ,, Auf Dein Wohl! Wir gebenDir Wein und Kuchen, Du uns Gesundheit, Frieden, männliche Kinder, jedenSegen, Fruchtbarkeit und jegliches gute Glück!" 3
Die Hausbewohner küssen einander über dem herausragenden Badnjak-ende, damit analog die Muttertiere ihre Jungen lieben.
In Maglaj setzen sich die Mädchen auf den B. und kämmen sich,damit ihnen die Haare so lang wachsen, wie der B..
Bei den Kuči muß sich ein Mädchen auf einige Zeit auf den B.setzen, radi napretka stoke ,,, damit sich die Haustiere vermehren" 6.
Ueber Opfer und Verehrung von seiten des Polaženiks siehe§ 39.Durchbrennen. Nach Vrčević muß eine männliche und eine weiblichePerson wachbleiben, um das Durchbrennen des B. abzuwarten. Dieser Mannmuß ihn dann kreuzweise mit Wein begießen und ihm zutrinken: ,, Zdravbadnjače, moj veseli veseljače! Sretno nam se preveselio! Nalagao te na našeognjište puno ljeta i godina da Bog da!" ,,, Auf dein Wohl, B., mein fröhlicherErfreuer! Uns zum Glück sollst du verbrennen! Viele Jahre soll ich dich aufunsern Herd legen, das gebe Gott!" T
Die Kuči stehen erst dann vom Essen auf, wenn der Badnjak durch-gebrannt ist 8.
Die bosnischen Katholiken an der dalmatinischen Grenze löschen dieW.- Klötze zu Mitternacht aus, wenn die Glocken erklingen. Die Kindergehen dann schlafen, während die Erwachsenen zur Christmette eilen 9.
Auch dieser Phase hat sich die christliche Symbolik bemächtigt. Inder Landschaft Maleš( Mazedonien) entspricht das Durchbrennen des B. derVollendung des alten Testaments und dem Beginn des neuen durch dieGeburt Christi 10.
Am 3. W.- Tag dreht man zum Zeichen, daß das Fest zu Ende ist,den B. und die Brände um 11.
§ 24. Die Verwendung der Badnjakreste. Allgemein schreibt man denBadnjakbränden heilende, befruchtende und Uebel abwehrende Kraft zu, dieman auf Mensch und Vieh sowie Haus, Garten und Feld übertragen kann.Zur Beförderung der Fruchtbarkeit gräbt man sie imFeld 12Weinberg oder Garten ein 13,legt sieauf die Obst-
2 SEZb 15,743 ff.* Matić, Župa,
ZM. VIII 536 ff.
' Sida Paićeva im Srbsko- dalm. Magazin, 1867, S. 64 ff.3 SEZb 7, 292( Kosovo); ähnlich auch in der Ls. Levač.Hs. 76 ff.; Zs. Karagjić III 63( Resava). 5 Dimitrijević im Gl." Dučić, Hs. 218 ff.- Vrčević, 26.- 8 SEZb 8, 305.- 9 WMBH IV 455.10 Pavlović, Maleš, Hs. S. 103 ff. 11 SEZb 15, 743 ff.( Riječka nahija).12 SEZb 23, 152 ff.( Mrkovići, mont. Küste); SEZb 8, 304 ff.( Kuči, südl. Ge-biet); Jelić, Vasojevići,§ 28; SEZb 15, 743 ff.( Riječka nahija): kleinere Restewerden dem Saatgut beigemischt; nach Prof. Sindik in Smokovljani beiRagusa. 13 Dučić, Kuči, 218 ff; Zs. Karagjić II 150 ff.( Zeta): das Endstückwird zu Neujahr wieder ins Feuer gelegt und in den Weingarten getragen;ZbNŽ I 97 ff.( Bar); nach Prof. Sindik: in Doli, Mravinca, Trnova, Banici beiRagusa; Dimitrijević im Gl. ZM. VIII 536 ff.( Maglaj).