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§ 23. Opfer. Die hohe Verehrung, der sich der B. erfreut, spricht sichin den Opfergaben aus. In der Regel wird er nach einem ihn begrüßendenTrinkspruch mit Wein überschüttet und bekommt von jeder Speiseeinen Löffel voll. Selten fehlt auf dem herausragenden Ende ein Geldstück.Fast überall ist es Sitte, die Schnittfläche mit Honig zu beschmieren, vondem dann jeder lecken muß, damit auch die Schafe so ihre Jungen lecken.Anderswo salbt man die Schnittfläche mit Butter 2, mit dem Fett desWeihnachtsschweins 3 oder mit Butter und Honig 4. Oft bohrt man einLoch in das Endstück zur Aufnahme der Opfergaben: am Amselfeld schüttensie Wein hinein, von dem sie der Reihe nach schlürfen. Jeder Hirt ahmtdabei die Stimmen der ihm anvertrauten Tiergattung nach. Die Sägespäneträgt man zu den Bienenstöcken 5. Ebenda legt man rechts vom B. einenHandschuh, gefüllt mit allen Getreidearten, und einen am Ignjattag für dasVieh gebackenen Zavezak; links legt man eine Pflugschar und Butter. Dasbleibt alles liegen, bis er durchbrennt. In Miljkovac bei Nisch geben sieSchmalz, Honig und Weizen in das Bohrloch. Die Hausmutter kommt mitSpindel und Wolle und spinnt ein wenig über dem Bohrloch.Boljevac gibt man 2-3 Weizenkörner, etwas Wein, Honig und Butter hinein,, zur Gesundheit, damit im neuen Jahre Weizen, Wein, Bienen und Viehreichen Ertrag liefern." Die Sägespäne hebt man auf und streut sie amGjurgjev- dan vor die Bienenstöcke. In Donja Kamenica( Timok) legt manThymian, Wachs und einen Teil der Sägespäne hinein. Die übrigen wirftman zum Teil in das Mehlsieb, zum Teil hebt man sie auf und benützt siebei schweren Geburten zum Dämpfen 8.
- Um
Von sonstigen Opfergaben wären zu erwähnen: In Mrkovići( montenegr.Küste) dreht der Hausvater eine Pogača, krst, aus gesäuertem Mehl dreimalauf dem B. und beißt von drei Seiten ab; 9 bei Bar setzt er sich auf denB., legt einen Kuchen darauf, bricht ihn und iẞt drei Stücklein davon;schließlich überschüttet er den B. mit Wein und klebt eine brennendeKerze auf ihn 10. Bei den Vasojevići überschüttet die Hausmutter die B. mitRakija, dann schüttet sie auf jeden zwei Löffel voll Bohnen ,,, da jedubadnjaci" ,,, damit die B. essen." Auf dem Amselfeld legt die Hausmuttereine Pflugschar an das dickere Badnjakende und bringt ihm außer Butter,Honig, Obst, Backwerk einen seit Sv. Ignjat aufgehobenen Kuchen. Sietrinken ihm zu und besprengen ihn durch ein Sieb 12. In Bojnik muß ihnjeder Hausgenosse dreimal beschenken 13. Nach Vrčević bestreut ihn derHausvater mit Weizen und überschüttet ihn kreuzweise mit Wein 14. InBelo auf Cres wirft man Salz, Brotkrumen und etwas von jeder Speise aufden B. und ins Feuer 15. Salz, Speck, Butter, Honig und eine Münze schenktman ihm um Kruševac. Von diesen Sachen kosten alle nach dem Slavagebet 16.
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1 SEZb 7, 285( Kosovo): sie trinken dem Badnjak zu, den Rest gießensie durch ein Sieb auf ihn.- 2 SEZb 14, 79 ff.( Boljevac): die Hausmutterspricht dabei:„ Wir schenken Dir wenig, Du uns mehr"; Pamučina, 68 ff( Herzegowina): die Hausmutter salbt ihn mit den Fingern der rechten Hand.
3 SEZb 19, 70( Omolj): der Hausvater salbt beide Enden. 4 NachDir. Sega im Dorf Bojnik bei Vranje: der Hausvater salbt ihn schon vor derTür; in Dragobraća bei Kragujevac sah ich, wie der Hausvater Honig aufdie Schnittflächen der drei Badnjaci strich. Alle Bewohner, zuerst die Männer,knieten der Reihe nach nieder und küßten jeden Stamm. 5 SEZb 7,280 ff.Zs. Karagjić I 212 ff.1 SEZb 14, 79 ff.10 ZbNZ I 96.- 11 Jelić, Hs.§13 Dir. Sega, m.- 14 Vrčević, 23.-16 Matić, Župa( Kruševac), Hs. X 76 ff.
9 SEZb 23, 152.280 ff( Kosovo).
8 Dir. Sega, m.24.12 SEZb 7,15 ZbNŽ I 97 ff.