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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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unter welchem die Arbeiten in jenem Bergwerk begonnen wurden, anderesagen, deshalb, weil dieser Tag ein lokaler Gelöbnistag sei.

Um Fruchtbarkeit bei Haustieren zu erzielen, schlägt sie die Haus-mutter in Gruda( Dalm.) mit einem Lorbeerzweig und spricht dazu einenSegen: Soviel Knospen an diesem Zweig, soviel Lämmer, bezw. Zicklein,Kälber usw." 2.

Kommt daselbst an diesem Tag zuerst ein Mann in das Haus einerschwangeren Frau, so wird das Kind ein Knabe, wenn aber eine Frau kommt,dann wird es ein Mädchen.

In Kroatien sät man na Barbarijne Weizen in einen Teller, sodaß manam Weinachtsabend grüne Saat hat. In diese legt man einen großen, rotenApfel und stellt ihn auf den Weihnachtstisch 3. Die Kroaten in Bosnienund Herzegowina säen diesen Weizen erst am Nikoljdan. Am Weihnachtsabendsteckt eiu Bursche drei brennende Kerzen darauf und trägt ihn herein mitdem Gruß: ,, Gelobt sei Jesus Christus 4.

Vom Barbaratag an soll man eine Peitsche flechten und sie amhl. Abend an den Stiel binden, dann in die Mitternachtsmesse mitnehmen,jedoch unter dem Mantel verstecken. Wenn man damit nach der Rückkehrdreimal kräftig schnalzt, hat man die Kraft, Mäuse und Ratten damit zuvertreiben 5.

Einen Besen, an dem man vom Barbaratag bis W. gearbeitet hat,nimmt man mit in die Christmette. Wenn man auf ihm dreimal um einbebautes Feld reitet, kann ein Felddieb nicht von der Stelle, bis man ihndreimal mit dem Besen schlägt 6.

§ 7. 5. Dezember. Sv. Sava. Gilt als leichter Feiertag, den man für denSegen der Felder feiert. In der Ls. Omolj verteilt die Hausmutter Varicafür die Gesundheit. Den Rest gibt sie dem Vieh und dem Geflügel'.

In Bukovica( Dalm.) stehen die Frauen am 5. Dez. zeitlich auf undstreuen Varica über den Brunnen mit dem Wunsche, daß sie soviel Garbenhaben mögen, als sie Körner gespendet haben 8.

§ 8. 6. Dezember. Sv. Nikola. Der hl. Nikolaus erfreut sich bei den Serbenganz besonderer Verehrung. Nach Milićević haben ihn im Jahre 1877 von2334 Belgrader Familien nicht weniger als 837 als Hausheiligen gefeiert. Ihmfolgt Sv. Arangjel mit 374, Sv. Jovan mit 273, Georg mit 238 usw. Er giltals Schutzpatron der Fischer und Seefahrer und hat als solcher den Bei-namen moroplovac ,, Seefahrer" oder čudotvorac ,, Wundertäter". InMazedonien erzählt man sich die Legende, daß der hl. N. seinerZeit selbst Schiffbruch erlitt und sechs Wochen lang auf einem Brett dahin-getrieben wurde. Gott erhörte sein inniges Gebet und machte ihn zumBeschützer der Seefahrer. Ebenda glaubt man, daß der hl. N. die Schlüsselvon sieben gewaltigen Quellen verwahre. Ließe er die alle fließen, müßtedie Welt zugrunde gehen 10.

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Während sich die Serben meist damit begnügen, den Kindern in derNacht angebliche Geschenke des Nikola ins Fenster zu legen, finden wir beiden Kroaten vielfach Umzüge, bei denen der Heilige im Bischofsornate,begleitet von einem Teufel und einem Engel, von Haus zu Haus zieht, diebraven Kinder belohnt und in sein Buch einschreibt. Die schlimmen Kinder2 ZbNŽ VI( Gruda).

1 Tich. Gjorgjević, Kroz naše. Rumune, 78.3 ZbNŽ XVIII 87.( Samobor). Buconjić, 23- 5 ZbNZ XII 300( Sv. Martin,Megjumurje).-6 ib. 298( Sv. Martin). SEZb 19, 68.- 8 ZbNŽ XX 51.

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Milićević, ŽSS 149.10 Tanović, Hs 82.