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Dante-Novellen
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EZELIN STÜCKE

E quella fronte c'ha' l pel così nero,

è Azzolino

Inferno, c. XII, 109

esser Ezzelino da Romano ließ einmal in seinem Gebiete ausrufen,

Messer

daß er ein großes Almosen spenden wolle, und auch in andernOrten lud er dazu; an dem und dem Tage sollten sich alle Armen undBedürftigen, Männer sowie Frauen, auf seinem Anger einfinden, und erwürde jedem ein neues Kleid und reichlich zu essen geben.

Die Botschaft verbreitete sich und zog die armen Teufel aus allenRichtungen herbei. Und an dem Tage der Versammlung gingen seineSeneschalle unter sie mit den Kleidern und den Speisen, und Herr Ezelinließ sie allesamt ganz nackt ausziehen und ihnen dann neue Gewänderanlegen und ihnen zu essen reichen.

Dann wollten die Armen ihre Lumpen wieder haben, aber es war um-sonst; denn er hatte alle auf einen Haufen werfen und sie verbrennenlassen. Und in der Asche fand er so viel Gold und Silber, daß es weit mehrausmachte als seine Kosten. Und die Armen hatte er geheißen, zu gehen,woher sie gekommen waren.

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Eines Tages verklagte bei ihm ein Bauer einen andern, er habe ihmKirschen gestohlen. Der Angeklagte erschien und sagte: Laßt Euch dochsagen, ob das überhaupt möglich wäre; rund um den Kirschbaum stehenhohe Dörner." Herr Ezelin überzeugte sich, daß das stimmte, und da legteer dem Kläger eine hohe Geldbuße auf, weil er in die Dörner mehr Ver-trauen gesetzt habe als in seine Herrlichkeit; und den andern ließ er ledig.

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Ein andermal traf er auf einem Ritte im Gebiet von Padua ein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib,das ihr totes Kindlein beweinte; er fragte sie, warum sie weine, und sie

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