10
Die Eindeckung.
Die auf Tafel 4. Fig. IV. und V. dargestellte Schindeleindeckungdes Daches ruht auf Latten von 4,5cm. auf 9cm. Stärke, welche 27cm.von Mitte zu Mitte auf die Sparren genagelt sind. Die Schindeln sindvon Rothtanne, einem Holze, welches besonders nach der Fällung inder Saftzeit leicht spaltbar ist, nach Fig. V. in horizontalen Schichten.von der Rechten zur Linken und sodann von der Linken zur Rechtenin stetem Wechsel mit fast, ihrer Breite und ihrer Länge sichüberdeckend aufgenagelt, so dass kein Nagel sichtbar wird und die mehr-fache Lage derselben aufeinander möglichst sicheren Schutz gewährt.Eine solche Eindeckung wird der Regel nach alle 25 Jahre erneuert.Zur Erhaltung des ganzen oberen Stockwerks dient der Luftzug, wel-cher durch die gegenüberstehenden Oeffnungen unter den beiden Giebel-spitzten( Tafel 3.) veranlasst wird.
Die hier verwendeten Schindeln sind 51cm. lang, 12 bis 15cm.breit und 3 bis 4,5mm. dick.
Schornstein.
Der Schornstein ist nebst seinem weiten Busen mit stehendenBacksteinen aufgeführt und seine Ausmündung mit einem auf Pföst-chen gesetzten Giebeldach von Plattziegeln obenher geschlossen.
Haus- und Zimmerthüren.
Die vordere Hausthüre( Fig. 20.) ist einflüglig von Tannenholz, imLichten 1m. auf 1,78m. mit schräg aufgenagelten Leisten verdoppeltund von Innen mit zwei Einschubleisten für die Langbänder verstärkt.Die Zimmerthüren mit Futter, beiderseitiger Bekleidung und Schwellen-brett haben im Lichten 0,75m. auf 1,65m. und nach Fig. 21. zwei ge-stemmte Füllungen, welche wie die Rahmstücke nach Innen zu plattund nur nach Aussen profilirt sind. Sie haben deutsche Drucker-schlösser ohne Deckbleche und zierliches Kreuzbandbeschläg. DieSchwellen treten 12 bis 15cm. über den Boden vor.
Fig. 20. Maasstab: 18.
Lamberien.
Die Brüstungen der unteren Wohnzimmer sind unter dem 10,5cm.breiten Fensterbrett mit liegenden, die Wände mit stehenden Bretternund profilirten 9cm. breiten Fugenleisten zwischen Fuss- und Kopf-Leisten, wie auch die Fensterpfosten im Innern bekleidet.
Fig. 21. Maasstab: 1: 20.
Die Fenster.
Die lichten Maasse der Fenster betragen: im Kellerstockwerk63cm. auf 186cm. im Erdgeschoss 78cm. auf 102cm., im oberen Stock67,5cm. auf 99cm., im Dachzimmer 63cm. auf 97,5cm.
Die Fenster im Erdgeschoss sind wie die im Kellerstock Sprossen-rahmen neueren Ursprungs und auf der Ansicht Tafel 3 nach dem Muster
b
Fig. 22 Maasstab: 1: 4.
d