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1 (1882) Der schweizer Holzstyl : in seinen cantonalen und constructiven Verschiedenheiten vergleichend dargestellt mit Holzbauten Deutschlands. 1(1882).
Entstehung
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Fig. 14. Maasstab: 1: 72.

An ihrem oberen Ende und in der Höhe der Fensterstürzebilden aufgenagelte und oberhalb mit aufgeleimten 4,5 cm. hohen Kar-niesleisten garnirte Bretter von 16,5 cm. Höhe und 1,8 cm. Dicke dieQuerverspannung und sind nach Fig. 14. palmettenartig ausgeschnitten;sodann durch ein schief aufgelegtes Simsbrett gegen den Regen geschützt.

Auf der einen Seite jedes Eckständers sind stehende profilirteLeisten von 2,4 cm. Dicke und 10,5 cm. Breite stumpf aufgenagelt, greifenüber die ganze Höhe derselben und auf der Mittellinie der Zwischen-ständer nur über die obere Hälfte. Diese Leisten haben theils einenästhetischen Zweck, indem sie die steigende Bewegung der Lädenhervorheben und die Rahmen schärfer umgrenzen, theils schützen siedie Hirnseiten der Querbretter und Karniesleisten.

Die Reihe der Kuppelfenster ist sodann auf jeder Seite voneinem profilirt ausgeschnittenen Brett eingerahmt. Diese die Fugeder Bohlenständer an der Wand deckenden Zierbretter von 2,1 cm.Dicke und 31,5 cm. Breite sind stumpf an die Bohlenständer gestossenund an die Wand genagelt.

Die unten 1,29 m., oben 1,14 m. hohen beweglichen Läden be-stehen aus 2,4 cm. dicken verleimten Brettern, die oben und unten mitzwei verkeilten Zapfen in die Nuthen der eichenen Hirnleisten von

6,3 cm. Dicke und 4,8 cm. Höhe eingreifen und auf den Seiten ge-federt sind.

Die Befestigung des 6mm. dicken Zugseils der Laden an denunteren Hirnleisten geht aus Tafel 2. Fig. II. hervor. Das Seil läuftüber zwei kleine 3 cm. dicke Rollen von Buchsbaumholz, welche in denFensterriegel eingestemmt sind und wird im Inneren des Zimmersdurch einen Holznagel angehalten. Gegen das Oeffnen des geschlosse-nen Ladens von Aussen ist auf der Bank ausserhalb vor demFenster ein eiserner Haken befestigt, der in ein am unteren Hirn-leisten des Ladens angenageltes Oehr eingreift.

Malerei der Läden.

Die Läden sind roth mit weisser Scheibe auf grünem Grund undweisser Einfassung.

Die auf der Mitte der Bohlen stehenden Leisten sind gelb. DiePalmetten der Querbretter( Fig. 14.) unten her grün und oben hergelb auf rothem Grunde eingefasst. Die Schwanen der Seitenbrettersind weiss mit rother Einfassung, die Mühlradformen darüber gelbund die Palmetten darunter grün und gelb eingefasst.

Die dunkelrothe Farbe leuchtet als herrschende Grundfarbe vor.

Rosswiesli,

im Fuchsloch, Gemeinde Fischenthal, Kanton Zürich.

( Tafel 3& 4.)

Das

as auf den Tafeln 3. u. 4. dargestellte Bauernhaus, Ross-wiesli genannt, gehört zur Gemeinde Fischenthal im Kanton Zürichund liegt in einem engen Seitenthal der Töss im sogenannten Fuchs-loch unfern vom Gasthause ,, am Steeg".

Tafel 3. zeigt den südöstlichen Giebel mit einem Theile der an-grenzenden Scheuer und den Grundplan des Erdgeschosses in 1/200der natürlichen Grösse. Dieses Haus zeichnet sich durch seine schö-nen Verhältnisse, zweckmässige Einrichtungen und durch eine höchstschlichte Bauart in Holz aus.

Es repräsentirt bei sehr mässigem Umfang die Construction derverstrebten Ständer mit eingeschobenen Bohlen und zeigt bei hin-reichender Stärke der tragenden Theile oder des eigentlichen Holz-gerippes eine äusserst leichte Behandlung aller Füllwerke an Wänden,Böden und Decken.

Eine Inschrift am Stubenofen enthält mit der Jahreszahl 1785die Namen des ersten Besitzers DAÜID KÄGI und seiner GattinSVANA SHÖSH. Mit jener Angabe stimmt die Zeit der Erbauungdes Hauses sicher überein.

An das Wohnhaus schliessen sich die Scheuertenne Tafel 3., a,der Kuhstall 6 und die Futterkammer c an. Das Giebeldach überdiesen Räumen kreuzt sich rechtwinklig mit dem des Wohnhauses,dessen Firstlinie etwas höher liegt.

Welchen Gelass das Wohnhaus trotz seinen beschränkten Dimen-sionen bietet, zeigen die 4 Grundrisse Fig. 15. Eine Holztreppe vorder Hausecke linker Hand führt durch die Hausthüre zu einer kleinen

Flur d des Erdgeschosses, von da zu der Thüre des Wohnzimmers eund gegenüber zu derjenigen der Tenne, in welche einige Stufen ab-wärts führen. Neben der Hausthüre befindet sich ein kleines Fenster

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Fig. 15. Maasstab: 1: 200.

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