Thierschutz und Thierschonung.
" Und mit seinen GötterhändenSchützt er das gequälte Thier.Schiller.
Das Interesse der Rechtlosen wahrzunehmen, ist immeran der Zeit und steht jedermann wohl an, wenn auchgerade nicht ein begangener Frevel, ein offenkundigerschreiender Misstand das öffentliche Gewissen irritiert.Für den Armen, den Verfolgten, den Gedrückten magzu jeder Stunde aufgestanden und geeifert werden; amUnrecht, das wir wort- und thatlos mit ansehen, sindwir ja mitschuldig. Das Gesetz freilich wird uns nichtdafür vor sein Forum ziehen, aber der innere Richter",der uns im Herzen sitzt, kann uns dafür auch nichtloben.
-
"
--
Das Thier lebend und fühlend wie wir das mituns, meistens auch zugleich für uns lebt, leidet und sichmüht, es ist solch ein rechtloses Wesen, das wie derGewalt so auch zugleich dem Schutze von uns allenübergeben ist. Es ist unmündig und stumm, kann nichtklagen und nicht selbst seine Sache führen jederBube kann sein Herr sein und sein Teufel. Aber die
-
Natur lässt doch keines ihrer Kinder ganz ohne Schutz:mit derselben Hand, mit der sie das Thier unter dasrücksichtslose Joch des Menschen beugt, mit derselbenHand rührt sie leise an das menschliche Herz und pflanzt