zu arbeiten erkrankte ich dort bereits in den erstenTagen schwer an Grippe. Ich blieb in dem abgelegenen,in Bezug auf ärztliche Hilfe ganz elend bestellten Saastalund es ist wirklich ein Wunder dass ich unter diesen Ver-hältnissen die Krankheit überstanden habe. Erst EndeOktober war ich, dank der rührenden Pflege meinerWirtsleute und dank der kräftigen Gebirgsluft soweit hergestellt dass ich zuerst in Ober- und Mittel-wallis und hierauf in einigen Bündner Tälerneine grössere Kollektion von primitiven Spielzeug-kühen machen konnte, wie Ihnen ja solche ausder Arbeit von Prof. Rütimeyer (Schweiz. Archiv)bekannt sind. Es ist, glaube ich, was Eigenartanbelangt, ein Seitenstück zur Sammlung vonTesseln und man muss wirklich staunen, wennman diese sonderbare Viehherde betrachtet, wie viel Ur-sprünglichkeit noch in der Nähe von Kulturzentren erhalten ist.Mir hatte das Sammeln grosse Freude bereitet – trotzder rauhen Novembertage – und ich hoffe, dassmein schönes Schweizer Vieh auch Ihren Beifallfinden wird. – Ganz zufällig, auf der Suche nachden Spielzeugkühen im Engadin erwarb icheinen schön geschnitzten kleinen Rodelschlitten,
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transkribiert von Personnaz, Hélène