Fry. It Erhöhter Hord in
der Lienbach alpe.
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Fig Herd mit über wölbten Rauch aKogel in der Karalpe
Die Herdanlagen, die man in den Sennhütten des Lammertales antrifft, weisenuntereinander gewis e Verschiedenheiten auf. So fand sich zum Beispiel in den Hütten derWand- und Tennalpe ein zirka 30 cm hoher, aus einigen rohen Steinblöcken in der Eckedes Rau nes errichteter Feuerherd. In den anderen Almen besteht aber dieser zumeist auseinem Holzkranz von vierkantig bebauenen, fest ineinandergreifenden Balken, der innenmit Steinen oder Erde ausgefullt und oben mit Steinplatten belegt ist.( Abb. 1, Tar. V.)In die Holzeinfassung der Herdflache greifen zwei hölzerne Kesselhengste ein, die denKäse- und den Wasserkessel tragen. Um die Decke vor der Feuersgefahr der auffliegendenFunken zu schützen, ist über tem Herd ein Eisendeckel aufgehängt oder ein Feuerkogelaus einem mit Kalk und Lehm beschlagenen Holzger üst angebracht; auch die an denverkleidet. Eine etwas abweichende Form einese, wo die 35 cm hohe gemauerte Herdstelle mitganz überwölbt ist.( Abb. 2, Taf. V.) Die Vorder-einem Balken verkleidet, der auch als Sitzbankdie Einheize für den Kachelofen der nebenanEs ist dies im Lammertale die einzige Almhüttewird auch allgemein in Abtenau behauptet, daßhr bewohntes bäuerliches Zulehen war. Solltebereits früher erwähnten Ötzhäusl( vergleich ee vorkommenden Rauchhauses. Außer dem er-ler Gwechenberger Alm eine 35 cm tief in denI rdstelle.( Abb. 3, Taf. V.)
Fig. In den Boden verlichten Herd in der unterens
-Fig.25
Brettalpe.
( Fig. 21).
Fig.22).
Die Sennerin steigt-( 79. 23).
bt auf dem erhöhten Fußboden der Hütte sitzen.Jahren angebracht worden. So viel meine Nach-einzige Fall eines vertieften Herdes im Lammer-egend von Kitzbühel antreffen.
vorkommende Herdanlage befindet sich in derFustelle ist ebenerdig und wird beiderseits durchzirka 50 cm hohe Aufmau rung ges hützt.( Abbed Tab. V.) Da der Hüttenraum klein undeng ist und aus Ermanglung eines Fensters das Licht nur durch die Tür eindringen kann,soll nach Behauptung der Sennerin diese Herdanlage die Feuerstätte vor dem durch offeneTar entstehenden Luftzug schützen. Außer dem Herd bietet die Einrichtung der Hütten-und der Kellerräume wenig Eigenartige-. In den letzteren wäre der noch häufig vor.kommende eigenartige Fens er verschluß hervorzuheben. Die kleinen Lichtöffnungen werdennämlich mit einem in die Fensternische genau hinein passenden vierkantigen, mit Griff ver-sebenen Holzblock dicht verschlossen. Gschlafen wird, wie bereits erwähnt wurde, zumeistauf dem Dachboden; nur ausnahmsweise befindet sich in einigen höher gelegenen Senn.hütten die Schlafstätte in der Käseküche, Interessant
an die Mauerwand der Hütte gerückten, aus RaumersIm unteren schläft die Sennerin, in oberen der Senndes oberen Bettes mit Ritzzeichnungen verziert, vonwerden soll.( Abb. 4, Taf. IV.)
Die Sennhütten des Lammertales zdurch peinliche Reinlichkeit aus und ddarauf, ihrer Hütte ein schmuckes Ausseder kleinsten Hütte wird man die dem
Altarecke mit gestfickten Tüchern undgerichtet und daneben auf einer SchüsselTeller sorgfältig aufgestellt vorfinden.Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft
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( F9-24)
den Aufenthalt in einer solchen Almbi Fry. 24. Ebenerdiger Herd in der Trattbergalpe.
Erinnerung gestalten.
CH
Von den zur Butter- und Käseerzeugung dienenden Gerätschaftenwäre vor allem eine ehemals in den Almhütten des Lammertalesrecht verbreitete Vorrichtung zum Butterschlagen( der» Butterzug«)zu erwähnen. Abb. 1, 2, Taf. VI.)
Er besteht, wie dies die beigegebene Skizze( Abb. 2a, Taf. W) veranschaulicht, aus einerQuerstange ab, die um ihre eigene Achse drehbar ist. Der Querstange, die an einemEnde direkt an der Wand, am anderen Ende durch den Stab b m an den Deckenbalkenbefestigt ist, entspringen zwei Stäbe de und fg. Diese sind derart zueinander gestellt, daßbeim Herabziehen des Stabes fg der andere de der innen hohl ist und in den SOLU