Digitale Aufnahme 
Volkskundemuseum Wien
Entstehung
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2Die Variation C. des Typus III zeigt viel Ähnlich-keit mit dem Bessauer Haus. Der Unterschied besteht hauptsäch-lich darin, dass d. Wohngeschoss in Bessans in der Regel in Souterraingelegen ist und dass der Flur in Bessans sehr schmal und 2-3 teiligist.- Wir finden jedoch in Val de Rhême einzelne Häuser, die wohngrund-artig angelegt und eine dem Bessaner ähnliche Fluranlage zeigen (Savoy-scher Einfluss ?!). -

IV Während bei dem Typus I- III Sommer- und Winterwohnungundifferenziert sind, ist dies bei den Typus IV nicht mehr der Fall.Die Sommerwohnung ist von der Wintersvohnung bereits getrennt. Diebeiden Wohnhäuser sind entweder ganz voneinander getrennt oderunter einem geraden Winkel miteinander verbunden.- Nach der Mittei-lung der Einheimischen und nach Datierung der Häuser zu urteilen, sinddie Sommerhäuser bedeutend jüngeren Datums als die Winterhäuser, dienoch ganz den Charakter des Haustypus I bewahrt haben. Somit scheint dasSommerhaus eine Ergänzung des altertümlichen Winterhauses zu sein.Diesen Haustypus (Sommer+ Winterwohnung) finden wir neben den bereitsgeschilderten 3 Typen in den meisten Tälern von Aosta vertreten. Am deutlich-ster ist er in Champorcher vertreten ausgesprochen.-

1) WinterhausErdgeschossStallwohnungnur im Winterbewohnt

ObergeschossScheune

2) SommerhausVariation aFErdgeschossKellerI StockKücheII StockVorratsKammerVariation b,GKeller

KücheKammerSchlafKammerVorrats Kammer

2)V) Eine Verschmelzung des Sommer- und des Winter-hauses stellt der Typus V dar. Diese Hausform vereinigtin einem Baukörper alle für Wohnung und wirtschaftli-chen Betrieb notwendige Räume. Dieser Verschmelzungsprozessscheint in den letzten 100 Jahren stattgefunden haben undgeht noch immer weiter vor sich.

H(?)ErdgeschossStall-wohnungKeller

I StockKücheKammer

II StockScheune