Digitale Aufnahme 
Volkskundemuseum Wien
Entstehung
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SCHWEIZER TESSLEN.

Sammlung Dr. E. GODSTERN.

Fig. I

A./ Wächter tossle aus der Gemeinde Oberwald Boz.Coms/ Oberwallis/gibt die Reihenfolge des Nachtwächterdienstes an. In der Reihenfolgenämlich, in der die Hauszeichen der Bauern eingekerbt sind, erfolgtder Nachtwächterdienst, den täglich ein anderer besorgt.

B./ Wässertessle aus der Gemeinde Foschel Bos.Leuk/ Oberwallis/dient zur Kontrolle der Wasserrechte. 21 Löcher, an denen Hölzchen-bündel hängen entsprechen 21 Tagen an den alle Besitzer der Wasser-rechte zur Bewässerung kommen sollen. An jedem Loch hängen Kerbhölz_chen, auf den oben ein Hauszeichen, unten die Anzahl der Bowässerungs-stunden verzeichnet ist. Dabei bedeutet ein ganzer Querstrich eineBerechtigung 4 Stunden zu wässern, ein halber Querstrich 2 Stundenkleiner Querstrich in der Mitte eine Stunde, kleiner Längstrich1 Stunde, ein Kreis 1/3 Stunde /vergl.Abb. daneben/. Jedes Kerbholzchenbündel an einom Loch entspricht 20 Stunden, denn von 24 Stundengolton nur 20 für Bewässerung. Alle 8-10 Jahre wird ein neues Korb-holz angefertigt!

Fig. 2.

A./ Alpvogtessle aus der Gemá nde Oberwald Bez. Goms/ oberwallis/.Für die Alpen müssen abwechselnd jeden Sommor 2 Alpvögte sein, diedie Alpknechte zu dingen, die Milchmessung zu leiten und dieAufsicht zu führen haben. Die Roi hon folge der Alpvögte geben dieauf dem Eprbholz eingeschnittenen Hauszeichen an.