{"viewingHint":"paged","service":[],"structures":[{"ranges":["https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/range/5558"],"viewingHint":"top","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/range/5433","@type":"sc:Range","label":"Table of Contents"},{"canvases":["https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/canvas/5892"],"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/range/5558","@type":"sc:Range","label":"dig/1883: Volkskundemuseum Wien / Foto: Christa Knott"}],"sequences":[{"canvases":[{"height":2012,"width":3714,"images":[{"resource":{"service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5892"},"format":"image/jpeg","height":541,"width":1000,"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/download/webcache/1000/5892","@type":"dctypes:Image"},"on":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/canvas/5892","motivation":"sc:painting","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/annotation/5892","@type":"oa:Annotation"}],"label":"[1]","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/canvas/5892","@type":"sc:Canvas"}],"viewingHint":"paged","startCanvas":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/canvas/5892","viewingDirection":"left-to-right","label":"Current Page Order","@context":"http://iiif.io/api/presentation/2/context.json","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/sequence/normal","@type":"sc:Sequence"}],"label":"\u00d6MV/17691: Bienenstockstirnbrett: Fuchs und Hase rasieren J\u00e4ger","thumbnail":{"width":304,"height":164,"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v21/5892/full/304/0/default.jpg","@type":"dctypes:Image","format":"image/jpeg"},"logo":{"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/domainresource/static/graphics/connectors/viewerLogo.gif","service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":""}},"@context":"http://iiif.io/api/presentation/2/context.json","seeAlso":{"format":"application/xml","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/oai?verb=GetRecord&metadataPrefix=mets&identifier=5433","label":"METS"},"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/5433/manifest","@type":"sc:Manifest","metadata":[{"value":"Verkehrte Welt\rFigural bemaltes Stirnbrett eines kastenf\u00f6rmigen Bienenstocks mit der Darstellung eines sitzenden J\u00e4gers, welcher von einem Fuchs rasiert wird, dem ein Hase die Rasierschale h\u00e4lt. Die Szene ist von barockisierenden Halbs\u00e4ulen eingerahmt.\r\u00d6lfarbe auf Holz, angefertigt 1869 in der Krain, Slowenien.\r\rBeschreibung:\rAn den kastenf\u00f6rmigen Bienenst\u00f6cken wurde jeweils nur das vordere Brett bemalt. Diese meist l\u00e4ngsrechteckigen Stirnbretter weisen in der Mitte der unteren Kante eine rechteckige Ausnehmung f\u00fcr das Einflugloch auf.\rDie Bemalungen der Stirnbretter zeigen vielf\u00e4ltige religi\u00f6se und weltliche Motive. Wie die Darstellung \"Der Fuchs rasiert den J\u00e4ger\" aus der Motivfamilie der \"verkehrten Welt\", haben einige Motive ihren Ursprung in den grafischen Vorlagen der popul\u00e4ren Druckgrafik. Der J\u00e4ger sitzt auf einem Baumstumpf, links von ihm der Fuchs mit dem Rasiermesser, rechts ein Hase mit der Rasierschale. Das Gewehr des J\u00e4gers lehnt an einem Baum, sein Hut ist \u00fcber das Laufende gest\u00fclpt. Die barocke Rahmung an den seitlichen Brettr\u00e4ndern d\u00fcrfte beschnitten worden sein.\rDie Malschicht des Brettchens ist zwar stellenweise abgerieben, der durchwegs gute Erhalt der Farben d\u00fcrfte auf die Verwendung von Erdfarben und hausgemachtem Lein\u00f6l zur\u00fcckzuf\u00fchren sein. Neben der freih\u00e4ndigen Bemalung wurden f\u00fcr solche seriellen Darstellungen auch Schablonen verwendet.\r\rGeschichte / Museum:\rDas Museum beherbergt mehr als 230 bemalte Bienenstockstirnbretter mit unterschiedlichsten Darstellungen. Daraus k\u00f6nnen wohl R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Motivvielfalt, nicht aber auf die Beliebtheit der Einzelmotive herausgelesen werden. F\u00fcr die Sammlung wurden m\u00f6glichst unterschiedliche Motive ausgew\u00e4hlt, wobei den ungew\u00f6hnlichen Darstellungen vielfach der Vorzug gegeben wurde. Schriftliche Belege \u00fcber die Wertigkeit einzelner Motive gibt es nicht.\r\rGeschichte / Leben / Kontext:\rBienenhonig z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Nahrungsmitteln des Menschen. Das von den Bienen beim Wabenbau erzeugte Wachs spielte bis ins 19. Jahrhundert ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle als Beleuchtungs- und Heilmittel, f\u00fcr die Anfertigung von Opfergaben (Wachsvotiven) und als k\u00fcnstlerisches Gestaltungsmittel. Der gro\u00dfe Bedarf an Kerzen wurde durch grundherrschaftliche Zinsabgaben und durch kirchliche Opfergaben gedeckt.\r\rDie Bienenstockstirnbrettmalereien finden sich an den aus Brettern gezimmerten horizontalen Beuten wie dem Krainer Bauernstock. In der Krain sowie im slowenischen Sprachgebiet K\u00e4rntens und der Steiermark kamen im 19. Jahrhundert Bienenh\u00e4user in Mode. Diese Zeit war auch die Bl\u00fcte der Stirnbrettmalereien. Das \u00e4lteste bekannte bemalte Stirnbrett tr\u00e4gt die Jahreszahl 1758 und belegt somit die lange Tradition, welche nach 1900 zum Erliegen kam. Das Hauptverbreitungsgebiet bemalter Stirnbretter d\u00fcrfte in S\u00fcdk\u00e4rnten, der slowenischen Nordweststeiermark, in der Zentral- und Nordkrain sowie in einem Teil des G\u00f6rzischen gelegen haben. Warum diese Art der Malerei aber nicht auch in anderen Gegenden popul\u00e4r wurde, konnte bisher nicht g\u00e4nzlich gekl\u00e4rt werden beziehungsweise fehlen erhaltene Belegest\u00fccke (im Museum gibt es einige Vergleichsobjekte aus dem Salzburger Lammertal). Eine Rolle d\u00fcrften die au\u00dferordentlich reichen Ertr\u00e4ge und die daraus resultierenden hohen Einkommen in den erw\u00e4hnten Gegenden gespielt haben.\r\rNora Witzmann","label":"Beschreibung"},{"value":"unbekannt","label":"Hersteller:in"},{"value":"Schmid, Walter","label":"Beteiligt"},{"value":"Krain (Herstellungsort)   ; 1869 (datiert)","label":"Entstehung"},{"value":"Krain (Verwendungsort)   ; vor 1907 (Zeitraum vor Erwerbung durch Museum)","label":"Verwendung"},{"value":"Holz ; \u00d6lfarbe","label":"Material"},{"value":"bemalt (Holz)","label":"Technik"},{"value":"H: 12,4 cm B: 27 cm T: 1,5 cm","label":"Abmessungen"},{"value":"Objekt","label":"Objekttyp"},{"value":"Bienenstockstirnbrett","label":"Objektart"},{"value":"Beitl, Klaus & Ivan Sedej (Hg.): Der Mensch und die Biene. Die Apikultur Sloweniens in der traditionellen Wirtschaft und Volkskunst. Ljubljana, Wien 1989 (= Ver\u00f6ffentlichungen des \u00d6sterreichischen Museums f\u00fcr Volkskunde 24).\r\rEin Bienenstockstirnbrett mit einer \u00e4hnlichen Darstellung aus dem Jahr 1898 befindet sich im Stadtmuseum in Kranj. Es ist publiziert in Makarovi\u010d, Gorazd: Poslikane panjske kon\u010dnice. Ljubljana 1962, S. 134.","label":"Weiterf\u00fchrende Informationen"},{"value":"Bussel, Gerard van & Axel Steinmann (Hg.): Wald - Baum - Mensch. Wien 2011, S. 139.\r\rBucur, Corneliu & Margot Schindler: 15 + 10 + 2: Identit\u0103ti Europene. Sibiu 2007, S. 37.\r\rSchindler, Margot: 15 + 10 European Identities. Wien 2004 (= Kataloge des \u00d6sterreichischen Museums f\u00fcr Volkskunde 84), S. 66-67.\r\rHaberlandt, Michael: \u00d6sterreichische Volkskunst II. Aus den Sammlungen des Museums f\u00fcr \u00f6sterreichische Volkskunde in Wien. Wien 1911, S. 32 und Taf. 97/9.","label":"Dokumentation"},{"value":"\u00d6MV/17691","label":"Inventarnummer"},{"value":"Lisica Jagra Brije /// 1869","label":"Inschrift / Aufschrift"},{"value":"Ankauf","label":"Erwerbungsart"}]}