{"viewingHint":"paged","service":[],"structures":[{"ranges":["https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203064","https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203065","https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203066"],"viewingHint":"top","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203042","@type":"sc:Range","label":"Table of Contents"},{"canvases":["https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203092"],"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203064","@type":"sc:Range","label":"dig/14071: Animiertes 3D-Modell"},{"canvases":["https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203093"],"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203065","@type":"sc:Range","label":"dig/8124: Volkskundemuseum Wien / Foto: Christa Knott"},{"canvases":["https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203094"],"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/range/203066","@type":"sc:Range","label":"dig/8123: Volkskundemuseum Wien"}],"sequences":[{"canvases":[{"height":1080,"width":1920,"images":[{"resource":{"service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203092"},"format":"image/jpeg","height":562,"width":1000,"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/download/webcache/1000/203092","@type":"dctypes:Image"},"on":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203092","motivation":"sc:painting","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/annotation/203092","@type":"oa:Annotation"}],"label":"[1]","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203092","@type":"sc:Canvas"},{"height":1880,"width":3708,"images":[{"resource":{"service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203093"},"format":"image/jpeg","height":507,"width":1000,"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/download/webcache/1000/203093","@type":"dctypes:Image"},"on":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203093","motivation":"sc:painting","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/annotation/203093","@type":"oa:Annotation"}],"label":"[2]","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203093","@type":"sc:Canvas"},{"height":5966,"width":4832,"images":[{"resource":{"service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203094"},"format":"image/jpeg","height":1234,"width":1000,"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/download/webcache/1000/203094","@type":"dctypes:Image"},"on":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203094","motivation":"sc:painting","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/annotation/203094","@type":"oa:Annotation"}],"label":"[3]","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203094","@type":"sc:Canvas"}],"viewingHint":"paged","startCanvas":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/canvas/203092","viewingDirection":"left-to-right","label":"Current Page Order","@context":"http://iiif.io/api/presentation/2/context.json","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/sequence/normal","@type":"sc:Sequence"}],"label":"\u00d6MV/31167: Schraubmedaille","thumbnail":{"width":304,"height":171,"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v21/203092/full/304/0/default.jpg","@type":"dctypes:Image","format":"image/jpeg"},"logo":{"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/domainresource/static/graphics/connectors/viewerLogo.gif","service":{"profile":"http://iiif.io/api/image/2/level2.json","@context":"http://iiif.io/api/image/2/context.json","@id":""}},"@context":"http://iiif.io/api/presentation/2/context.json","seeAlso":{"format":"application/xml","@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/oai?verb=GetRecord&metadataPrefix=mets&identifier=203042","label":"METS"},"@id":"https://sammlung.volkskundemuseum.at/i3f/v20/203042/manifest","@type":"sc:Manifest","metadata":[{"value":"Kleine Kostbarkeiten\rSchraubtaler und Schraubmedaillen zeugen vom handwerklichen und k\u00fcnstlerischen K\u00f6nnen der Augsburger Silberdreher und -medailleure. In die zweiteiligen Beh\u00e4ltnisse konnten passende Bildchen eingelegt werden. Die Schraubmedaillen waren Erinnerungsst\u00fccke, die eigens f\u00fcr religi\u00f6se und politische Ereignisse oder lokale Sehensw\u00fcrdigkeiten angefertigt wurden.\r\rBeschreibung:\rDie in Silber gegossene Schraubmedaille auf die Salzburger Emigration von 1731/32 stammt aus der Werkstatt des Augsburger Silberdrehers Abraham Remshard (1680-1754). Sie d\u00fcrfte um 1732 hergestellt worden sein und stellt einen H\u00f6hepunkt seines k\u00fcnstlerischen Schaffens dar. Die Metallh\u00fcllen zeigen auf der Vorderseite eine evangelische Emigrantengruppe aus Salzburg auf ihrem beschwerlichen Weg der Auswanderung. Im Strahlenkranz \u00fcber Ihnen erscheint das Auge Gottes als Zeichen des g\u00f6ttlichen Schutzes. Am Rand ist die Inschrift \"Gehe aus deinem Vatterland\" in ein Band eingraviert. Die R\u00fcckseite zeigt den preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. auf seinem erh\u00f6hten Thron sitzend, vor ihm wieder eine Gruppe Salzburger Protestanten. Hier lautet die Inschrift \"Nach Preu\u00dfen hat Gott euch gesandt\". \r\rIm Inneren befindet sich ein Bilderzyklus mit siebzehn runden, gleichgro\u00dfen Papierbl\u00e4ttchen. Die kolorierten Umrissradierungen sind kreis- und kreuzf\u00f6rmig angeordnet und durch Papierstreifen miteinander verbunden. Dargestellt sind biblische Szenen und Stationen der Auswanderung der Salzburger, die wegen ihres evangelischen Glaubens ihre Heimat verlassen mussten.\rIn den Deckeln der Schraubmedaille befinden sich zwei Bilder mit Landkarten, welche die Herkunftsorte beziehungsweise die neuen Siedlungsgebiete der Exulanten in Ostpreu\u00dfen (heute in Polen) zeigen. \r\rGeschichte / Museum:\rDie vorliegende Schraubmedaille wurde 1913 bei Antiquit\u00e4tenh\u00e4ndler Bernhard Justitz in Wien angekauft. Alfred Walcher Ritter von Molthein schrieb daraufhin einf\u00fchrend in seinem 1914 publizierten Beitrag im 1. Band der \"Werke der Volkskunst\": \"Der Direktion des Museums f\u00fcr \u00f6sterreichische Volkskunde gelang die Erwerbung eines tadellosen Exemplars der etwa 1732 entstandenen Salzburger Emigranten-Schraubtaler\". Von 1994 bis 2023 wurde die Schraubmedaille und Reproduktionen der Radierungen im Raum \"Geschichte und Religion\" gezeigt, der sich den Unterschieden im katholischen und protestantischen Mobiliar in l\u00e4ndlichen Gebieten \u00d6sterreichs widmete. \r\rGeschichte / Leben / Kontext:\rSchraubmedaillen waren im 18. und 19. Jahrhundert ein beliebtes Produkt der Augsburger Medailleure und Kupferstecher. Im Gegensatz zu den Schraubtalern aus echten, umlaufenden M\u00fcnzen wurden die Metallh\u00fclsen der Schraubmedaillen in Erinnerung an ein bestimmtes Ereignis geschaffen. Diese waren gr\u00f6\u00dftenteils gegossen und boten innen mehr Platz zur Aufnahme von Bildzyklen. Der entscheidende Schritt den Schraubtaler durch die Schraubmedaille zu ersetzen, wird dem Augsburger Silberdreher Abraham Remshard (1680-1754) zugeschrieben.\r\rDurch den Augsburger Religionsfrieden und den Westf\u00e4lischen Frieden wurden die evangelischen Bewohner und Bewohnerinnen von Regionen mit katholischer Herrschaft wie den Habsburgern letztendlich zum \u00dcbertritt zum katholischen Glauben oder zur Auswanderung gezwungen: Evangelische Gottesdienste und die Schriften Luthers wurden verboten. Die Anh\u00e4nger seiner Lehre durften dar\u00fcber hinaus nicht mehr auf den Friedh\u00f6fen beerdigt werden, Ehen zwischen katholischen und evangelischen Partnern wurden f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt, die Fastengebote streng kontrolliert und die Aus\u00fcbung eines Handwerks verboten. Wer seinen Glauben nicht im Geheimen weiterleben wollte und bereit war ein religi\u00f6ses Doppelleben zu f\u00fchren, der musste in evangelische Gebiete auswandern. Dabei kam es immer wieder zu brutalen Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen. \r\rDie vorliegende Schraubmedaille und die darin eingelegten Radierungen erinnern an die Salzburger Exulanten. Die Vertreibung der evangelischen Bev\u00f6lkerung Salzburgs in den Jahren 1731/32 erfolgte aufgrund des vom Salzburger Erzbischof Firmian 1731 erlassenen Emigrationspatents. Erste Betroffene waren die Besitzlosen, also Knechte und M\u00e4gde, die unvorbereitet und oft gewaltsam ihren Weg in eine ungewisse Zukunft antreten mussten. Vielfach durften sie ihre Kinder nicht mitnehmen. 1732 hatten die \"Angesessenen\" das Land zu verlassen. Durch das davor vom preu\u00dfischen K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. unterzeichnete Einladungspatent, fand ein Gro\u00dfteil der Vertriebenen Aufnahme in Ostpreu\u00dfen (heute in Polen liegend). Die Hauptroute f\u00fchrte dabei durch Augsburg, wo Kupferstecher und Medailleure das Ereignis festhielten. Trotz der wohlwollenden Aufnahme war es ein beschwerlicher Marsch, den viele nicht \u00fcberlebten. In den neuen Gebieten fanden die Salzburger Landschaften und Lebensbedingungen vor, die so ganz anders waren, als die gewohnten Gebirgsgegenden. Aber hier konnten sie sich endlich offen zu ihrem lutherischen Glauben bekennen. \r\rNora Witzmann","label":"Beschreibung"},{"value":"Justitz, Bernhard","label":"Vorbesitzer:in"},{"value":"Remshard, Abraham I.","label":"Hersteller:in"},{"value":"Augsburg (Herstellungsort)   ; um 1732","label":"Entstehung"},{"value":"Silber ; Papier","label":"Material"},{"value":"gegossen (Metall) ; Radierung, koloriert","label":"Technik"},{"value":"D Medaille: 4,5 cm D Radierung: ca. 3,5 bis 4 cm","label":"Abmessungen"},{"value":"Objekt","label":"Objekttyp"},{"value":"Schraubmedaille  ; Druckgrafik, religi\u00f6s","label":"Objektart"},{"value":"F\u00f6rschner, Gisela: Kleinkunst in Silber. Schraubtaler und Schraub-Medaillen, eine Ausstellung des M\u00fcnzkabinetts. Frankfurt am Main 1978 (= Kleine Schriften des Historischen Museums Frankfurt am Main, 10).","label":"Weiterf\u00fchrende Informationen"},{"value":"Walcher Ritter von Molthein, Alfred: Ein Schraubtaler der Salzburger Exulanten. In: Michael Haberlandt (Hg.): Werke der Volkskunst, Bd 1. Wien 1914, S. 45-48 und Tafel XIII, Fig. 1-5.","label":"Dokumentation"},{"value":"\u00d6MV/31167","label":"Inventarnummer"},{"value":"Evangelisch  / Protestantismus","label":"Assoziation"},{"value":"VS: Gehe aus deinem Vatterland\rRS: Nach Preussen hat euch Gott gesandt","label":"Inschrift / Aufschrift"},{"value":"Ankauf","label":"Erwerbungsart"}]}